Mit Womo 05.2019

Visum: 

Kein Visum nötig 30 Tage bekommt man

Versicherung:

Direkt nach der Grenze 39€ 30 Tage

49.604180, 89.464321

Handykarte:

MobiCom 12 gb 6 €       Zugangspunkt APN: MobiCom default

 

Wäsche waschen: überall möglich in größeren Orten, aber schau selber in IOverlander

Gasflasche:

LPG Gas, 12 l für 14.000 TK,

47.91274, 107.00003

Straßensteuer:

wir haben keine bezahlt, im Internet läuft rum, dass man dazu genötigt wird. Vor den größeren Städten oder Orten gibt es Mauthäuschen, die jeweils 2000 MNT (0,66€) nehmen (wir hatten Glück und haben es irgendwie mit 1000 MNT pro Station geschafft.

Straßen zustand:

Grenze bis Ulaanbaishint Check Point 5 km  Schotter 

Ulaanbaishint Check Point  bis Ölgii  95 Km  davon 25 Schotter dann Gute Straße

Ölgi  bis Chowd   220 Km davon 150 km Piste Rest neue Straße (die 150 km Piste ist bald geschichte denn die neue Straße war fertig aber noch nicht offen).

Chowd bis Altai  445 Km Nagel neue Straße

40 Km vor Altai eingestürzte Brücke ist nach 2 Jahren immer noch nicht für alle passierbar die stelle

46°30'59.6"N 95°19'41.0"E

46.516560, 95.328060

Altai bis Delger  95 Km Neue Straße 

Ab Delger unbedingt Richtung Buutsagaan /Bömbögör/ist Piste bis Fluss Baydrag Gol ab dort neue Brücke

46.175480, 99.260710   Neue Brücke/beginn Neue Straße

und neue Straße  bis Bayankhongor ist noch mal  unterbrochen  mit 26 Km Piste  

Die auf den Karten und bei Google unten langlaufende Straße ist nur Piste mit 4 Fluss übergängen .

 

Diesel: 

0,75 €/L, jeder größere Ort hat mehrere Tankstellen, die auch Diesel verkaufen.

 

Besonderheiten: zur russischen Seite gibt es nur 2  internationale Grenzübergänge. Alle anderen können nicht von Europäern genutzt werden. Das sind die Übergänge Ulaanbaishint und Altanbulag.

Wasserhaus in    

Bajanchongor               46.20312 100.72142

 

Geld abheben: GAA ist möglich (DKB Visa)

Grenze:

49°36'29.4"N 89°28'03.6"E                               Ulaanbaishint

49.608155, 89.467659

Grenze :

50°19'18.0"N 106°29'24.8"E                    Altanbulag Border Port

50.321666, 106.490227

 

Übernachtung: wo du willst, das Land ist superdünn besiedelt.

 

Wc ent.: Überall gab es Toilettenhäuschen (Plumpsklo)

 

Die Mongolen sind eher zurückhaltend, eher egoistisch, ignorierend, nur wenige waren erfreut und suchten auch mal vorsichtig Kontakt. Für jede Kleinigkeit wurde die Hand aufgehalten. hilfsbereitschaft, auch nicht untereinander, ist kaum vorhanden.

Grenze :

50°19'18.0"N 106°29'24.8"E                    Altanbulag Border Port

50.321666, 106.490227

Kaputte Brücke:

46°30'59.6"N 95°19'41.0"E

46.516560, 95.328060

 

Bild 1: Immigrationskarte Mongolei, wird einbehalten wenn man den Stempel in den Ausweis bekommt

Bild 2: Gesundheitsselbstauskunft, kommt nach der Personen-/ Passkontrolle und wird einbehalten

Bild 3: Zollerklärung für das Auto, wichtig, wird benötigt, wenn man das Land wieder verlässt

Bild 4: Autoversicherung, wir haben uns an einem Russen orientiert, der hier regelmäßig über die Grenze geht. Er hat uns bestätigt, dass wir hiermit auch den richtigen Schutz haben. Es gibt laut Internet Leute,die keine abschließen, wir gehen auf Nummer sicher.

Bild 5: Laufzettel Grenze Mongolei

Resumee

Das ist ein tief in uns sitzendes Gefühl. Ein Gefühl, dass auch viele andere Menschen in sich haben. Einmal die Mongolei zu besuchen. Wir haben auch lange überlegt, warum das so ist, warum will man unbedingt mal in die Mongolei. Das ist schon seit Kindheit in uns drin. Diesen Wunsch haben wir uns mit dieser Reise jetzt erfüllt. Die Entfernung von Deutschland zur Mongolei auf direkten Weg sind ca. 8000 km. Also mit dem Auto durchaus erreichbar.

Was haben wir erwartet?

Viele freilaufende Tiere, wie Kamele, Yaks usw., ein Land, das kaum besiedelt ist, wo hier und da mal eine Jurte steht, auch haben wir schlechte Straßen erwartet, viele schöne Abende in der freien Natur, draußen vor dem Auto und herzliche, aufgeschlossene Menschen.

 

Was haben wir erlebt bzw., vorab wir bereuen die Reise in die Mongolei und das Land erkundet zu haben nicht, sind also auch richtig glücklich hier gewesen zu sein, würden es aber nicht wieder besuchen wollen. Dafür haben wir schon zu viele andere Länder besucht, die uns mehr ansprechen. Auch wenn die folgenden Worte etwas kritischer sein werden, wir sind froh hier gewesen zu sein, um uns eine objektive Meinung bilden zu können.

Was die Tiere betrifft, hat sich alles bestätigt, was wir erwartet haben, Tausende von Tieren, Kamele, Pferde, Rinder, Yaks, Ziegen, Schafe laufen frei in der Steppe. Auch wenn wir sie nicht berühren konnten, und immer höchstens bis auf 2-3 m heran kamen, da sie sehr scheu sind.

Das Land ist wirklich kaum besiedelt, wir sind stundenlang durch einsame Steppe gefahren ohne einen Menschen zu sehen. Konnten überall links und rechts von der Straße runterfahren, man kann überall in der Steppe fahren, und stehen, man erlebt keinerlei Restriktionen,

Was die Straßen betrifft...ja...wenn man von der Grenze Richtung Ölgi kommt, Richtung Altai, ist man gerade dabei, eine nagelneue Straße fertig zu stellen. Wir hatten leider das Pech, dass 150 km der fertig gestellten Straße noch nicht befahren werden durften und wir uns praktisch an der Straße entlang auf einer Piste, immer mit Blick auf die schöne neue Straße bis Khovd quälen mussten. Von Khovd bis Altai war die Straße wieder nagelneu und befahrbar. Und jetzt gibt es noch 300 km (wenn man über Buutsaghan fährt nur 150 km), in denen man einfach über die Steppe fahren muss, was auch mit einem normlen Frontantrieb möglich ist, man braucht keinen 4x4, aber die Geschwindigkeit liegt dann so bei 20-30 kmh. Ab Delger unbedingt Richtung Buutsagaan /Bömbögör/ist Piste bis Fluss Baydrag Gol ab dort neue Brücke

46.175480, 99.260710   Neue Brücke/beginn Neue Straße ist die Straße dann wieder top bis nach Bajanchongor. Von Bajanchongor bis Ulaan Baatar ist die Straße alt, es gibt immer wieder Schlaglöcher. Letztendlich fährt man diese Straße mit durchschnittlich 50 kmh. Man sollte sich bewusst sein, die Fahrt durch die Steppe ist nicht so easy. Es ist alles machbar, aber es ist sehr sehr anstrengend.

Die Fahrt von Ulaan Batar bis zur Grenze (400km) geht über eine uralte geteerte Schlaglochsstraße. Lediglich die letzte 90km sind easy going.

Was die gemütlichen Abende betrifft, war es zu unserer Zeit tagsüber 20°C, aber sobald die Sonne weg war, kühlte es auch ganz gut runter, sodass wir uns abends im Auto aufhielten. Wir haben in keinem der zahlreichen Reiseberichte gelesen, was hier für ein extremer Wind herrscht, der einem den Sand in die Augen treibt und sie sofort tränen läßt.

Ein Beispiel zu dem Wind. Als wir über die Pisten fuhren, wirbelten wir extrem viel Staub auf, eine zeitlang stand der Wind so, dass wir nichts sehen konnten, weil der Staub nach vorne geweht wurde.

Die Sache mit dem Lagerfeuer: in der ganzen Mongolei findet sich kaum ein Baum, also auch kein Holz und selbst wenn ,wäre das bei dem Wind auch kein Spaß. Aufgrund der Erfahrung zu Beginn unserer Zeit in der Mongolei und der Sache mit dem Pestausbruch, sind wir dann auch völlig davon abgekommen, getrockneten Kameldung zu sammeln und damit ein Feuer zu machen, was die Alternative zu Holz gewesen wäre.

Was die Freundlichkeit der Mongolen betrifft: ja, ca. die Hälfte winkt, aber wir haben auch gesehen, dass viele am Straßenrand eine Panne hatten und auf sich alleine gestellt waren, man hilft sich hier nicht so, wie wir das aus anderen Ländern kennen. Auch hatten wir ein Erlebnis, dass wir jemandem halfen, über einen Fluss zu kommen und als er seinerseits uns hätte helfen können. Stattdessen und ohne sich zu bedanken, in die andere Richtung blicken, fuhr er einfach weiter einfach. Erlebnisse dieser Art hatten wir mehrere. Wobei nicht alle so sind, es gab auch den einen oder anderen Netten, der uns das Gefühl gab, ich helfe Euch, wenn Ihr mich braucht. Aber die Mehrheit winkt ab und guckt weg.

Das, was wir in der Türkei und im Iran ganz stark gespürt haben, Gastfreundschaft und Hilfe ohne Gegenleisung, ist hier so gut wie nicht vorhanden, oder uns nicht begegnet. Im Gegneteil, man hält sehr stark die Hand auf für die geringste Kleinigkeit und es wirkt sehr Ich-bezogen.

 

Fairerweise müssen wir dazu sagen, den Besuch einer Jurte und den Menschen dort haben wir gestrichen für uns aufgrund der Situation mit der Pest, da wir kein unverpacktes Essen und Getränke konsumieren wollten. Dort wird man freundlich empfangen, bekommt Milchtee mit Salz, vergorene Yakmilch und wird als Gast behandelt, was man ja auch nicht ablehnen sollte aus Höflichkeit. Aber das was wir sehen konnten, wie man mit der Situaiton und Hygiene umgeht hat uns so gut gefallen. Wir wollten also auch die Menschen nicht brüskieren, weil wir diese Zeremonie nicht mitmachen. Deshalb umgingen wir die ganze Situation einfach komplett.

Das klingt vielleicht blöd, aber wir standen nach der Grenze in einer Straße mit vielen Shops und konnten sehen, wie dort von Menschen in Schutzanzügen und Mundschutz Lebensmittelläden ausgerräumt wurden und die Läden desinfiziert wurden. Das haben wir selbst jetzt noch im Kopf.

Beim einkaufen von Getränken wurde ich zwiemal hintenrum in den Laden durch eine Küche geführt. Die hygienischen Zustände, die ich dort sah, waren katastrophal.

 

Das Land ist sehr sehr einfach. In den meisten Städten, wir reden jetzt nicht von Ulaan Baatar, gibt es kein fließendes Wasser, sondern ein Badehaus und ein Wasserhaus, wo jeder sein Wasser holt.

Beim auffüllen des Wassertanks an einem Wasserhaus sagte uns ein Einheimischer, dass es normal ist, hier sein Wasser zu holen, da es weitestgehend keine Wasserleitungen zu den Häusern gibt.

Relativ, sagen wir mal, primitiv. Z.b. wollte ich 2-3 mal in einer Stadt nicht einkaufen gehen, da alles wirklich schmuddelig und unhygnienisch wirkte. Und wer unsere Reiseberichte gelesen hat, weiß, dass wir eigentlich nicht zimperlich sind.

Auch sind die Mongolen sehr gleichgültig und extrem langsam. Dann aber auch wieder extrem egoistisch, was wir im Straßenverkehr und auch beim Einkaufen wahrnehmen konnten. So wie wir es hier jetzt erlebt haben, haben wir es noch nie irgendwo anders erlebt. Wir sind offen und suchen den Kontakt, aber meistens war das Ergebnis sehr unangenehm.

Natürlich ist hier eine Kommunikation so gut wie gar nicht möglich, vom Eindruck ist auch die Schulbildung nicht so hoch. Aber während ein Russe es meist versucht hat, uns zu verstehen oder mit dem Translater umzugehen, war das hier nicht möglich, weil es direkt geblockt wurde. Es schien gar kein Interesse vorhanden.

Alles in alllem ist das hier im Moment ein Abenteuer, es ist mit das anstrengendste Land, was wir bis jetzt besucht haben. Touristisch erschlossen: so gut wie gar nicht. Es gibt die Möglichkeit z.b mit dem Flugzeug nach Ulaan Baatar zu fliegen und dann einen Advanturetrip in die Wüste Gobi zu machen. Wir haben keinen weiteren Touristen oder Individualreisenden wie uns getroffen.

 

Nicht jedes Land muss einem gefallen. Von den vielen, die wir besucht haben bisher, ist das eins was wir nicht unbedingt nochmal brauchen. Obwohl wir das Individuelle und Einsame suchen, aber hier ist es einfach zu unwirtlich.  

Wir sind froh, jetzt die Mongolei zu verlassen und wieder in Russland zu sein, auch wenn es das Russland ganz tief im Osten ist. Denn jetzt wird wieder alles kalkulierbarer für uns. Die Straßen werden besser und zuverlässiger, die Kommunikation wird für uns wieder einfacher, Russen sind aufgeschlossener, die Lebensmittel entsprechen wieder mhr unserem Standard, auch hält man sich in Russland wieder an Regeln, was in der Mongolei oft nicht der Fall war, z.b. beim Autofahren. Wir hätten NIE gedacht, dass wir das mal sagen. Die Mongolei war wirklich schön und interessant und wir haben richtig viel gelernt. Eigentlich suchen wir immer das Ursprüngliche und Freie, aber ich sags jetzt mal so: das war zu ursprünglich und zu frei.