USA Teil 1

Route 5 : Start Grenze Washington-Oregon-Idaho-

Wyoming-Montana-Norddakota-Süddakota-Iowa-Nebraska-Missouri-Kansas-Colorado-Utah-Nevada-Kalifornien-Arizona-Mexiko (Baja California)

voraussichtlich 10.103 km

30.8.2018, Tag 70, 78.590 km

 

Rückblickend sind wir gestern Abend noch über die US Grenze gefahren in Osoyoos, so gegen 18h, von British Columbia, Kanada in den Staat Washington, nicht nach Washington DC., was an der Ostküste liegt (Peggy, wir sind nicht in Washington DC :-)))

Dort wurde unser Visum bis zum 1.März verlängert, schauen wir mal. Wir konnten auch das erste Mal erleben, wie jemand abgewiesen wurde, die US Grenze nicht passieren durfte und persönlich zurück geleitet wurde auf die kanadische Seite.Auch wenn es langweilig wir, das ist unser x-ter Grenzübergang, bisher hat noch nie jemand in unser Auto geschaut, oder irgendetwas kontrolliert incl. Autopapiere. Und jetzt kommts: 

die Grenzformalitäten dauerten dieses Mal ca. 45min, wir wurden auch nochmal ausgefragt und da ja Jerry auch mal wieder pullern musste, fuhren wir keine 5min weiter, hielten an, ließen Jerry raus und er bewegte sich nicht mehr. Hielt die Pfote hoch, schaute uns fragend an...hier waren auf dem Boden lauter Dornen. In meinen Schuhe auch, Jerry hochgehoben, zum Auto getragen, weiter gefahren. Tür auf, Hund raus, kurz danach rief Thomas ganz laut Stop, bitte zurück. nein, es waren keine Dornen. Schlimmer. Direkt am Straßenrand lag eine kleine, 50cm lange Klapperschlange.Das war dann die erste, die wir in unserem Leben gesehen haben. Nach kurzer Recherche im Internet und Rückfrage bei Einheimische bestätigte sich das, wir haben eigentlich erst späte,r weiter im Süden damit gerechnet. Es ist nichts passiert, wir sind jetzt etwas sensibler. Seitdem darf Hund nicht mehr einfach in tiefes Gras laufen. Ob er das versteht?

Das wars auch noch nicht ganz, wir fuhren noch ca. 40km, diese Mal war ein Walmart Parkplatz unser Ziel. Wenn wir gestern noch gefroren haben, standen wir noch gegen 22h vor dem Auto bei 25 Grad. Es ging ein warmer Wüstenwind.

Jetzt zurück zu heute: die ersten Stunden in den USA, direkt nach Grenzübertitt haben wir eine Veränderung wahrgenommen wie wir sie in anderen Ländern nicht bemerkt haben. Landschaftlich siehe Bild unten, prärieartig, Steppe, ausgetrocknet, nicht mehr grün, zu Anfang auch unbewirtschaftet. Ein bisschen verwahrlost waren die ersten Orte. "For Sale" und verlassene Häuser waren das prägende Bild vieler kleiner Orte. wir haben auf einmal 15 Grad mehr als in Kanada. Was ja auch bedingt durch die Rocky Mountains ist, die kühler waren. Hier wird es auch viel früher dunkel, 20h und es ist stockdunkel. All das, was ich jetzt gerade erwähnt habe, ging so schlagartig für uns, das wir es kaum verarbeiten können. Vorher 22-24h noch hell, jetzt schon um 20h dunkel. Von 10 Grad auf 25 Grad und mehr. 

Mücken gab es bisher auch noch keine, weil viel zu trocken. Und war wir auch spüren ist die Unfreundlichkeit und Unwissenheit, wenn man jemanden was fragt, z.B. im Walmart oder Visitor Center ist unbeschreiblich, das hat sich innerhalb von 100-200km so sehr verändert. Wir tun uns ein bisschen schwer, hier anzukommen.

Der Vormittag verlief irgendwie anstrengend. Die Liste war etwas größer, da wir ja wussten, hier ist alles erheblich billiger, die Telefonkarte für USA wollte aufgeladen werden und wir hatten 2 kleinere Reparaturen, die wir aber selber ausführen konnten und eine Gasflasche musste auch ausgetauscht werden. Wir sind erstaunliche 70 Tage mit einer 6,8kg  Flasche ausgekommen. 

UND: eigentlich wussten wir noch gar nicht, wo wir jetzt hinfahren, da wir uns über die USA bisher noch keine richtigen Gedanken gemacht haben. Wir haben zwar alle beide unsere Ziele, die wir gerne sehen möchten, aber jetzt stehen wir auf einmal im Staat Washington. Wo fangen wir an? Auch dieses zu recherchieren kostete Zeit.

Gegen Mittag hatten wir uns dann so ein bisschen sortiert (auch die dicken Bettdecken in dünne getauscht, alle Winterklamotten verstaut und die Sommersachen hervorgekramt, von Winter auf Sommer umgestellt). Und dann fuhren wir mit Ziel "Hells Canyon" Richtung Idaho. Das sind 600km, wir mieden die Autobahnen und fuhren über Landstraßen, um uns erst mal hier zu finden und zu aklimatisieren, wir fuhren in östlicher Richtung und schafften 400km. Zu Anfang war die Landschaft wunderschön, Steppe, wie in Cowboyfilmen. Susanne sagte, hier wurde bestimmt Bonanza gedreht, es sieht genauso aus. Dünn besiedelt, aussterbend, und der Wind wehte Staub über die Straße, manchmal auch kleine Büsche. Nach ca. 100km kamen wir durch ein kleines Gebirge mit Kiefern. Und dann änderte sich die Landschaft schlagartig und wir fuhren noch ca. 300km, also den ganzen Tag durch ein überdimensionales Kornfeld (siehe Bilder), wir haben mehrmals angehalten, in jede Richtung, so weit das Auge reicht nur Kornfelder. Und die Mähdrescher sind nicht so wie bei uns, sondern megagroß. Übernachten werden wir in der Stadt Pullman (in Gedanken an Ernst und Ulrike, Ihr habt hier eine eigene Stadt!) es waren 28 Grad heute, sehr ungewohnt für uns.

Gegen Abend merken wir, während wir uns bei unserem Resumee/ Austausch darüber unterhielten, dass der Tag sehr eindrucksvoll war, sehr anders, aber es hat uns sehr beeindruckt. 

 

Heute ist es wieder passiert: wir sind überholt worden und die Polizei hat das Auto dann vor uns raus gefischt. Das ist jetzt zum 3 oder 4 Mal passiert. 

 

 

 

Auf dem Bild sieht man die ersten 100km ab Omak, Sträucher, alles vertrocknet, eigentlich so, wie man sich Amerika aus Cowboyfilmen vorstellt

die nächsten 300km fuhren wir auf einer kleinen Landstraße und haben in dieser Zeit nur Kornfelder gesehen, so weit das Auge reicht. Wir haben ein Kornfeldtrauma. Wir konnten uns nicht vorstellen, dass es eine solch unendliche Fläche mit  Monokultur gibt. Es gibt keine Bäume.Wirklich nur 300km, plus Sicht in jede Richtung, unterbrochen von ein paar ganz kleinen Dörfern.

kleiner Bauernhof, der einzige, den wir sahen. Bauernhöfe wie bei uns haben wir nur ganz ganz vereinzelt gesehen. Hier wir alles über Großunternehmen betrieben. 

Bild 1-3, kleine Westernstadt, nachgebaut, jetzt ein Motel. Sehr urig gemacht, ja, wir sind im wilden Westen angekommen.

Bild 4: ja, jetzt kommts, Achtung das sind 4 Drive-In Geldautomaten. Das haben wir schon öfter gesehen, aber 4 Stück sind die höchste Anzahl bisher, auch sehr stark frequentiert (Oli/ Matthias/ Schotti: solltet Ihr das lesen, die sind uns ein paar Jahre voraus!!). Ja, ich wiederhole mich, es sind wirklich Geldautomaten, an die die Amerikaner ran fahren, als würden sie einen BigMac bestellen. Übrigens McDonalds Drive In auch hier 3-4 spurig. This is America

Bild 5: eine der Kleinstädte, durch die wir heute durchfuhren.

31.8.2018, Tag 71, 79.021km

 

Die Landschaft veränderte sich von gestern Kornfelder auf heute Rinderzucht. Wir fahren weiterhin über eine kleine Landstraße. Und kommen dadurch immer wieder durch kleine sterbende Orte, die zwar urig, im Retro-Cowboystyle sind, aber hier will wohl auf keiner so wirklich mehr leben in der heutigen Zeit. Das ist wohl der Nachteil, wenn man alles so zentralisiert und es in kleinen Orten keine Arbeit mehr gibt, sich das Leben nur noch in den Großstädten abspielt.

Unser heutiges Ziel war der Hells Canyon in Idaho.

Landschaftlich war die Fahrt sehr ansprechend, sehr bergig, unendlich weite Ausblicke. Sehr lange Strecken bergauf und bergab.Auf dem längsten Stück, dass wir bergab fuhren, erhitzen sich unsere Bremsen so, dass sie stark rauchten und wir bei einem Stop Wasser zum Kühlen darüber giessen mussten. Wir stoppten in einem winzigen kleinen Dorf und fragten einen Mann, der sich dort gerade über die Motorhaube eines Autos beugte, ob er sich die Bremsbelege mal ansehen könnte. Er sagte, das ist normal hier, erstmal 30min warten, abkühlen lassen. Die Belege seien schon ok. Nicht soviel

mit der Bremse bremsen, auch mal die Handbremse dazu nehmen.

Er hatte wohl auch recht, danach ging alles gut.

Gegen Nachmittag dachten wir darüber nach, wie wir die nächsten Tage verbringen wollen. Wir wunderten uns über das extrem hohe Verkehrsaufkommen in einer eigentlich ländlichen Gegend. Dann fiel uns auf, dass heute am Freitag wir vor dem verlängerten Labourday Wochenende liegen und jeder sein Wohnmobilanhänger hinten dran gehängt hat und nach der Arbeit los gefahren ist. Prima, das wird voll. Hier, wie auch in Kanada, fliegt man nicht mal irgendwohin, sondern fährt campen.Also so wie wir, es wird also voll 3 Tage lang überall. 

Auf den kleineren Straßen kommen immer wieder Hinweisschilder, was früher, vor 200 Jahren hier los war, als die Siedler durch das Land zogen, welcher Trek hier vorbei zog, welche Indianerstämmer hier lebten und leben, man wird überall mit der Geschichte vertraut gemacht.

hier ein paar Beispiele für die Hinweisschilder.

Bild 1: 1806 wurden 2 Sergeants von Indianern geführt an den Snake River geschickt um dort Lachs zu beziehen.

Bild 2: Lawyers Canyon benannt nach dem Indianer Chief, der als Spitzname "the lawyer" genannt wurde, nach seiner Begabung für Sprachen und Redekunst. Er war ein Freund der Weißen. Er lernte Englisch, bevor es die Missionare lehrten und half durch die Erstellung eines Wörterbuches den Missionaren die Bibel zu übersetzen

Bild 3: Um den Lawyers Canyon und andere Schluchten überqueren zu können wurden mehrere hohe Eisenbahnbrücken erbaut. Die meisten aus Holz, manche aber auch aus Metall

Bild 1: ein Planwagen, wie er hier früher verwendet wurde, als Ausstellungsstück zu sehen.

Bild 2: eine der sterbenden kleinen Dörfer, die Häuser sind sehr oft in Retro gehalten.

Bild 3:Übersetzung der hier vorkommenden Tiere in indianische Schriftzeichen

Bild 4: auch darüber stolperten wir einige Male. Dieser hier fährt sogar noch

Bild 5 und 6: Blick über Wendover auf die Salzwüste, Great Salt Lake Desert (einfach mal vergrößern, durch drauf klicken, lohnt sich)


1.9.2018, Tag 72, 79.500 km

 

Da wir ja die letzte Zeit einen Großteil durch Kanada und auch die ersten Tage durch die USA uns nur über Landstraßen bewegt haben, bei denen wir die tollsten Eindrücke gesammelt, die schönsten Landschaften gesehen haben, durch kleine, sagen wir mal sterbende Orte kamen, wo man sich richtig gefreut hat, uns zu sehen, man winkte, lächelte, die besten Abenteuer erlebt haben, haben wir uns entschlossen, heute mal 600km Autobahn zurück zu legen, nach Jackson, Wyoming, südlicher Eingang des Yellowstone National Parks.

Während wir so relativ langweilig auf der teilweise 4-5 spurigen Autobahn (Interstate 84) hin driften, kommen wir so ein bisschen in Gedanken und stellen fest/ hinterfragen, warumfährt man/ muss man, wenn man in Amerika / Kanada ist, zu den Niagarafällen, den Rocky Mountainen durch den Yellowstone, durch Mount Rushmore (die Präsidentenköpfe aus Stein gemeißelt), das Lincoln Monument in Washington DC fahren, wenn man dann tot getreten wird und sich zwischen hunderten Asiaten durchdrängt, um ein Foto von dem Monument zu machen, wo Nepper, Schlepper, Bauernfänger auf einen warten, Taschendiebe, wo man eigentlich das Land nicht spürt, weil man ständig auf sein Zeug aufpassen muss, oder bedrängt wird, horrende Eintrittspreise verlangt werden, NUR um ein Prestige-Foto zu machen. Eigentlich spürt man hier von Amerika nichts. Während man aber über die kleinen Straßen in die einsamen Gegenden fährt, das gilt für Kanada gleichermaßen wie für die USA, begegnet man Freundlichkeit, Ursprünglichkeit. Hier ist man viel viel mehr mit dem Land konfrontiert, man kann es spüren, Unterschiede feststellen. Man kommt viel ehrlicher mit den Leuten ins Gespräch. Man bekommt ehrliche Tips, von geheimen, kleinen, tollen Orten. Man fühlt sich wirklich immer wieder willkommen, die Leute haben es nicht auf das Portemonnaie abgesehen. Jetzt stellt sich für uns die Frage, was ist eigentlich die richtige Art, das Land zu bereisen?

Ja, wir sind richtig stolz, wir waren an den Niagarafällen. Als wir abends kurz vor Dunkelheit da waren, waren immer noch 400-500 Menschen dort, wir haben auch 2-3 tolle Fotos, aber es ist wirklich nichts im Vergleich zu den kleinen Dörfern, wenn wir mal anhalten und mit den Leuten ins Gespräch kommen, wo man das Land spürt, wo man Hintergründe erfährt.

Wir kommen zu dem Ergebnis, dass wir uns auf ein paar dieser touristischen Highlights beschränken werden, wie Mount Rushmore, Yellowstone, Bryce National Park, Oregon Trial Ruts, Yosemite National Park, San Francisco....

Wir werden es etwas mixen, uns aber eher hauptsächlich fern der Touristenroute halten oder die bevölkerten Orte besuchen früh morgens, wenn noch nicht viele unterwegs sind. Wie z.B. als wir dann morgens die kanadische Seite der Niagarafälle besuchten, oder Manhattan, hierfür haben wir den Wecker auf 5h gestellt und waren um 6h fast alleine dort.

 

Nachtrag: 

nachdem wir 450 km Autobahn zurück gelegt hatten, wo auch der oben geschriebene Text entstand und wir keine Lust mehr auf Autobahn hatten und eigentlich auch nicht so schnell im Yellowstone Park ankommen wollen wegen des langen Labourday Wochenendes, setzte Thomas den Blinker, fuhr von der Autobahn runter. Auf der Karte ist ein Salzsee/ Salzwüste, lass uns das einfach mal anschauen. So fuhren wir ins nichts, so wirklich wussten wir auch nicht, was kommt. Befahren haben wir den Highway 30 für ca. 200 km, die Straße war schmal, aber in einem guten Zustand. nach ca. 10 km kam ein Hinweisschild, die nächsten 170 km kein Service", Ihr kennt das schon. Wir schauten uns an, das ist unser Ding und fuhren einfach drauf los. Die Straße war fast überwiegend schnurgerade, die Landschaft wurde immer trockener, öder, flacher, sandiger. Und als wir uns die Karte genauer anschauten, stellten wir fest, wir sind schon in den Ausläufer der Nevadawüste. Es war wirklich wieder ein berauschendes Gefühl. Uns sind auf den 300 km vielleicht 3-4 Autos entgegen gekommen, überholt wurden wir nicht. Erst als wir mal einen Stop einlegten, um Fotos zu schießen mitten auf der Straße, kamen insgesamt mal drei Autos an uns vorbei. Wobei aber nur einer stoppte und fragte, ob alles in Ordnung sei, oder wir Hilfe brauchten. Die anderen fuhren mit Vollspeed an uns vorbei. Wir waren mal wieder mitten im nichts. Nur dieses Mal eben auf eine ganz andere Art und Weise, heiß, staubig, trocken.

Nach ca. 3h Wüstenerlebnis mündete der Highway 30 auf die Interstate 80. Wüstenerlebnis pur. 2-3 min später tauchte am Horizont Wendover auf. 

Auch lustig, mitten im Nichts, gab es für alle mehrere Male ein Stopschild und alle Auto haben dort definitiv angehalten, um dann wieder Gas zu geben, obwohl absolut nichts zu sehen war. 

Dann fuhren nach 3h Wüste durch das Dorf Wendover, Spielcasino an Spielcasino, mitten im Nichts. Im Hintergrund, als es bergab ging, tat sich die riesige Salzwüste Great Salt Lake Desert auf. Sie entstand während der letzten Eiszeit infolge der Austrocknung des Lake Bonneville, eines prähistorischen Sees, der sich westlich der Rocky Mountains über einen Großteil des Großen Beckens erstreckte und von dem heute der Große Salzsee (Salt Lake) als größter Rest übrig geblieben ist.

Da in keinem Reiseführer explizit auf die Wüste hingewiesen wurde und wir wirklich durch Zufall hierher gekommen sind, was für ein wunderbares Erlebnis. Die Bilder sprechen für sich.

Was ein Tag. Erst 450 km Strecke gemacht, um auch mal wieder voran zu kommen, dann durch 2-3 wunderbare alte Dörfer gefahren, wo man direkt Western drehen könnte, dann durch die Nevadawüste, es ist genauso wie wir es aus Filmen kennen, nur jetzt real, dann die Casinostadt Wendover, wir nennen es mal ein kleines Las Vegas (es fiel übrigens auf, die Casinos sind nur auf der Nevadaseite, in Utah kamen keine mehr), dann die weiße, wirklich weiße Salzwüste.

 

 

Aus Versehen an einem Tag drei Staaten besucht, war so in der Reihenfolge ursprünglich gar nicht vorgesehen

 

Bild 1-3: Wüste Nevada, unheimlich vertrocknet und warm .Jerry konnte kaum raus, weil überall auf dem Boden Dornen waren. Eine unwirtliche Gegend

Bild 1: Einfahrt Wendover, aus der Wüste heraus, nach 200km Wüste/ Nichts plötzlich diese Spielcasinostadt, das ist noch nicht Las Vegas, viel kleiner

Bild 2: Wendover, Spielcasinos, eins am anderen

Bild 3: mitten im Dorf verläuft die Staatengrenze zwischen Utah und Nevada

ein wunderbares Erlebnis, was wir bisher nur von Fotos kannten, die Salzwüste haben wir selber erlebt. 

Eine Salzwüste, so weit das Auge reicht. Great Salz Lake Desert, zwischen Wendover und Salt Lake City, getrennt durch eine Autobahn. Ca. 50km quer, 200km lang, in der Mitte geteilt durch die Interstate 80, die 2-spurig durch läuft.

Bild 1: ich laufe auf der Grenze zwischen Nevada und Utah

Bild 2-6: unser Salzerlebnis

2.9.2018, Tag 73,

Über Salt Lake City sind wir zurück gefahren, damit wir wieder Richtung Yellowstone Park kommen. Ein großer Teil davon Autobahn. Bis Idaho Falls haben wir es heute geschafft, dort war für heute Schluss. 

 

3.9.2018, Tag 74, 80.727 km

 

Von Idaho Falls ging es weiter Richtung Yellowstone National Park, vorbei an Jackson. Jackson ist eine sehr touristische Stadt, als Eingang des National Parks, ähnlich wie diese versnobten schweizer Nobelskiorte und auch ähnlich wie Banff in den Rocky Mountains/Kanada. Obwohl es schon 15h war, als wir dort ankamen, entscheiden wir uns, doch noch heute in den Nationalpark zu fahren. Vorgelagert liegt noch ein weiterer Park, der Teton National Park, dieser grenzt direkt an den Yellowstone. Man darf auf dem Nationalparkgelände nur auf Campgrounds übernachten. Wir waren nicht sicher, wie gebucht die Campgrounds sind, versuchten es trotzdem einfach.

 

Auf dem Weg zum Yellowstone kamen uns Kolonnen von Riesenwohnmobilen, Pick Ups mit Bootsanhängern entgegen, alle auf dem Rückweg vom langen Labourday Wochenende. In unsere Richtung fuhren ausser uns nicht sehr viele Autos. Also alles richtig gemacht die letzten Tage. Der sowieso schon immer volle Yellowstone ist wahrscheinlich dieses Wochenende geplatzt.

 

Es sind hier tagsüber 32°C gewesen, abends wird es sehr schnell kühl, Wir fanden einen Campground, der sogar kleine Nischen hatte und nicht die Autos in Reih und Glied auffädelte für nur 15 $ die Nacht. Es war sogar endlich mal möglich, ein Lagerfeuer zu machen. Es gab einen Feuer Pit an jedem Platz und endlich mal keinen Fire Ban. Wir drei verbrachten einen wunderschönen Abend am Feuer, haben Würstchen gegrillt und unser erstes wirklich eigenes Feuer genossen. Bisher waren wir immer nur Nutznießer vom Feuer anderer. Immer wenn wir selber eins machen wollten, gab es einen Fire Ban, oder wir hatten kein Holz.

Wir resumierten ein bisschen und uns wurde bewusst, wie gut wir es gerade haben.

 

Nach Tagestemperaturen von über 30°C, wurde es hier nachts 0 Grad. Über 30°C Temperaturunterschied hatten wir bisher auch noch nicht. Der Park liegt zum Großteil auf einer Höhe von über 2000m, wir in dieser Nacht auf dem Campground auf 2.400m.

Wir haben mal das Foto vom Ausgangsschild genommen, weil das Eingangsschild total belagert war.

15$ der Campground, 6$ das Bündel Holz, 5$ die Würstchen und es war ein perfekter Abend

4.9.2018, Tag 75, 81.364 km

 

Der Yellowstone National Park hat mehrere Eingänge, Süd, Nord, West und Ost. Wir haben uns für den Südeingang entschieden. Innerhalb des Parks verläuft eine Straße, die wie eine 8 angelegt ist. Im unteren Teil sind überwiegend die heissen Quellen, Geysire und Wasserfälle. Im oberen Teil mehr Wälder, Wiesen, Tieren. Die Straße ist einspurig und sehr schmal. Es kommen alle paar 100m Haltebuchten, bei größeren Attraktionen ein Parkplatz. Je größer die Attraktion, desto größer der Parkplatz. Man braucht ca. 2-3h um eine halbe 8 zu fahren.

Wir sind heute um 8h morgens losgefahren und haben uns gleich auf die Hauptattraktion gestürzt, den Old Faithful Geysir, der heute morgen um 9.25h seine Wasserfontäne hoch schiessen sollte. Wie auch immer man das vorab berechnen kann. Dieser Geysir konkurriert mit dem Geysir Strokkur in Island. Als es dann 9.25h war und er auch wie angekündigt, seine Fontäne hoch schoss, war das aber nicht zu vergleichen mit dem Geysir Strokkur in Island. Hier war zwar eine große Nebelwolke, die Fontäne war erheblich geringer. Auf unserer Sicht waren ca. 200-300 Leute dort, der Parkplatz aber war sehr leer dafür, Die Anzahl der Menschen hier jetzt schon so früh sollte ein guter Vorgeschmack werden auf das, was uns im Laufe des Tages hier erwarten sollte.

In der Zeit bis zur erwarteten Fontäne, ca 1h , schauten wir uns die anderen, kleineren Geysire und heißen Quellen an.

Wir fuhren weiter, haben noch 2-3 dieser Felder mit heissen Quellen angeschaut. Oft leuchtet es in vielen Farben, drumherum durch die Bakterien, die sich dort angesiedelt haben. Hier gab es auch noch mal jede Menge Bisons zu sehen, die oft direkt an der Straße standen, in aller Ruhe fraßen, sich kaum bewegten und jedesmal zu einem Verkehrschaos führten.

Gegen 11.30h wollte ich dann noch die Artists Paintpots besichtigen, während Thomas beim Auto blieb. Es war ein relativ kleiner Parkplatz für ca. 40 Autos. Und dort begann ein absolutes Chaos, Leute parkten andere Autos ein. Andere konnten nicht mehr auf den Parkplatz auffahren, weil jeder nur an sich dachte. Nachdem wir hier ungefähr die Hälfte des Parks angeschaut hatten, ergriffen wir hier die Flucht zum nördlichen Ausgang. Der Verkehr wurde immer schlimmer. Am nördlichen Ausgang nahmen wir noch die Mammoth Hot Springs mit. Eine Art weißbrauner Terassen, die sich aus Ablagerungen der Quellen gebildet haben.

Der Park ist superschön, in der Struktur gut angelegt. Aber wer schon mal in Venedig war, der weiss, was hier los war. Obwohl wir früh gestartet sind, die Zeit reicht nicht, um durch zu kommen, bevor die Massen ankommen. Ein Besuch ist er aber trotzdem allemal wert. Die Landschaft, die Tiere, die Flüsse, die Wasserfälle. riesengroße Wapiti-Hirsche (viel größer als unsere Hirsche)stehen am Straßenrand. Aber das sofort damit verbundene Verkehrschaos macht alles zunichte. Wahrscheinlich war von diesen Besuchern hier noch nie jemand in Kanada, denn sonst würden sie nicht so extrem auf das erste Tier reagieren. Wir konnten beobachten, wie ein Asiate aus dem Auto stürzte, zu dem Bison am Straßenrand rennen wollte mit Fotoapparat in der Hand. Ein Ranger wies ihn mit Megafon herrisch zurecht, sofort zurück ins Auto zu gehen, es ist absolut verboten so etwas zu tun, weil es zu gefährlich ist. Das steht überall auch angeschrieben.

Landschaftlich ist der Yellowstone wirklich beeindruckend, ein Highlight.

 

- Der Yellowstone Nationalpark -

 

Der Yellowstone National Park wurde im März 1872 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark der Welt, 1978 wurde er von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Benannt wurde er nach dem Yellowstone River, dem wichtigsten Fluss des Parks. Aufgrund seiner Lage über der Magmakammer des Yellowstone Vulkans befinden sich etwa 10.000 heiße Quellen und 300 Geysire in dem Gebiet. Besonderer Beliebtheit bei Touristen erfreut sich der Old Faithful Geysir, der regelmäßig, in Abständen von 60 bis 90 Minuten, seine Wasserfontäne in die Höhe spuckt. Ursache für diese vulkanogenen Aktivitäten ist das im porösen Lavagestein versickernde Wasser, das von der Magmakammer des Vulkans erwärmt wird und in Form von heißen Quellen, Geysiren oder blubbernden Schlammlöchern wieder an die Erdoberfläche tritt. Diese geothermischen Aktivitäten haben auch einen Einfluss auf die Vegetation.

Im Rückzugsgebiet des Parks findet man Bisons und Gabelböcke. In den tiefer gelegenen Regionen sind Maultierhirsche, Pumas und Luchse heimisch und im Hinterland kann man eventuell Wölfe, Kojoten und Grizzlybären sehen. Eine Vielzahl von Schutzgesetzen hat seit der Gründung des Yellowstone dazu beigetragen, dass einst gefährdete Tierarten sich in ihrem Bestand wieder erholten. Das absolute Jagdverbot gilt seit der Schaffung der Gesetze zum Schutz von Wildtieren, Vögeln und natürlichen Ressourcen. Seit dieses Gesetz 1894 in Kraft getreten ist, konnte der Bestand einiger gefährdeter Arten gesichert werden. So konnte sich die geringe Anzahl von Bisons von ca. 50 Tieren im Jahre 1902 auf 4.900 Tiere im Jahre 2010 vergrößern. Yellowstone wird zu rund 80% von Nadelwäldern überzogen, die zum Großteil aus langnadeligen Kiefern bestehen.

Jährlich besuchen rund drei Mio. Gäste die Region.

 

 

Wir fuhren aus dem nördlichen Eingang des Park raus und waren im nächsten Staat, in Montana, irgendwie geht das schnell, die Staaten zu wechseln. Wir fuhren ca. 100km den Highway 89, sehr kurvig, sehr steil rauf und runter, landschaftlich atemberaubend. Danach weiter über die Interstate 90 und 94, um Richtung Nord Dakota zu kommen.

Montana gefällt uns sehr, erstaunlicherweise ist es hier nur 18-20°C warm. Es gibt weite Flächen, sehr viele Ranges entlang der Straße, im Hintergrund blickt man auf eine breite Bergkette. Die Rocky Mountains.

 

Montana ist ein Bundesstaat im Nordwesten der USA. Der Name „Montana“ leitet sich wahrscheinlich von dem spanischen Wort montaña, vielleicht aber auch vom lateinischen montanus (beides zu Deutsch: „Berg-“, „bergig“, „gebirgig“) ab.

Mit 380.838 km2 ist Montana der viertgrößte Bundesstaat der USA und geringfügig größer als BRD, besitzt aber mit rund 989.415 Einwohnern (Zensus 2010) nur etwa 1,2 % der deutschen Bevölkerung; in den USA macht der Bundesstaat ca. 0,3 % der Gesamtpopulation aus. Die Hauptstadt von Montana ist Helena.

 

Wir sind jetzt auf dem Weg nach Nord und Süd Dakota, um uns in Süd Dakota Mount Rushmore anzusehen, die in Stein gemeißelten Präsidentenköpfe. In Nord Dakota die Fort Union Trading Post.

 

Gegen 16.30h sahen wir an der Interstate ein Hinweisschild auf das "Little Bighorn Battlefield". 

Was wir gleich googleten. kurzerhand wurde der Blinker gesetzt und wir fuhren 80km Richtung I80, anstatt weiter nördlich auf die I84  Richtung North Dakota zu fahren. 

Es hat sich gelohnt. Uns wurde nochmal vor Augen geführt, wie krass das hier vor 200 Jahren abgegangen ist und dass man eigentlich den Ureinwohnern das komplette Land abgejagt hat. Wer hat es ihnen genommen? Es waren die Europäer, die mit Schiffen übergesetzt haben und sich das Land einfach genommen haben. Es hat uns wieder mal sehr nachdenklich gemacht und wir haben bei der Weiterfahrt auch noch sehr lange darüber geredet. 

 

Morgens 10h, noch fast alleine - das Black Sand Basin - verschieden farbige Ablagerungen durch Bakterien und jede Menge Geysire ( hier war es eigentlich erheblich besser als bei dem Old Faithful Geysir, zu dem alle strömen)

Bild 1: der Turquise Lake im Black Sand Basin, hier lohnt es sich, das Foto zu vergrößern

Bild 2: das ist der Old Faithful Geysir, viel Rauch um Nichts, wenn man ihn mit dem Geysir Strokkur in Island vergleicht.

Bild 1-2: Mammoth Hot Springs, die Terrassen bilden sich durch Ablagerungen

Bild 3-6: Eindrücke vom Black Sand Basin. Bei Bild 5 der kleine Geysir, der alle 5 min eine Wasserfontäne ausspuckte, die zwar kleiner, aber viel sichtbarer und lauter als bei dem Old Faithful Geysir war

Durch Idaho und Wyoming sind wir durch den Teton Highway/National Park gefahren. 

Bild 5: Little Bighorn, eine Straße führt durch das Gebiet, indem die Schlacht am Little Bighorn stattfand (dort fand, unter Leitung General Custers die letzte große Niederlage der Nordstaaten/Siedler gegen die Indianer statt). Bild 2,3,4 und 6 könnt Ihr durch anklicken/ vergrößern selber mal lesen.

Anmerkung: das Ganze ist ja im Grunde 150-200 Jahre her und regt sehr zum Nachdenken an. Was auch merkwürdig ist, man findet nur Gräber der gefallenden Nordstaatensoldaten.

Eindrücke aus den Landschaften, die wir heute durchfahren haben, einfach mal vergrößern und auf sich wirken lassen, so wie wir :-), sie sind in Natura total beeindruckend.

5.9.2018, Tag 76, 82.200 km

 

Heute morgen gab es erstmal wieder einiges Organisatorisches, u.a. haben wir die Bremsen checken lassen, da das mit den qualmenden Socken bei langen, steilen Straßen jetzt schon zweimal passiert ist. Auch gab es mal ein paar kleine Dinge zu Hause zu organisieren. Und dann stand noch ein Großeinkauf an, wir sind ja wieder in der Region der Walmarts an jeder Ecke, keine Planung mehr nötig, einfach anhalten, kaufen, und wenn man was vergessen hat, dann beim nächsten einfach kaufen.

Gegen 9h machten wir uns auf den Weg Richtung South Dakota zu den Mount Rushmore Monuments, die 4 Präsidentenköpfe im Fels. 395 km waren zurück zu legen. Auch hier war es morgens bei Abfahrt wieder bitterkalt, tagsüber ging es hoch auf 27°C. Wir fuhren auf der Interstate 90, 2-spurig, fast alleine.

Diese Gegend und fast der ganze gestrige Tag ging durch völlig unbewohnte Gegend, grasbewachsene kleine Hügel, ab und zu ein paar Kühe. Eine unendlich Weite über hunderte von Kilometern, wir können kaum glauben, wie große Landstriche hier einfach komplett unbewohnt sind, so als hätte sie noch keiner entdeckt.

Gegen Mittag kamen wir dann in die Black Hills, wahnsinnige Landschaft, Felsen mit Bäumen bewachsen. Wir verstehen es gar nicht, dass wir von den unterschiedlichen Landschaften immer noch wieder so mitgerissen werden, da wir seit 75 Tagen ständig so was erleben, aber uns begeistert es immer wieder neu.

Und dann sahen wir sie auch schon, als wir um eine Kurve bogen, konnte man die Köpfe der 4 Präsidenten schon sehen oben am Berg. Auch wenn da jemand nur was in Stein gemeißelt hat, irgendwie hat es was, wir haben es nicht bereut, den langen Weg hierher gekommen zu sein. Es hatte wirklich Ausstrahlung.

In Verbindung mit den Black Hills, ein absolutes Muss, das anzuschauen.

 

Mount Rushmore-

Bei dem Mount Rushmore National Memorial handelt es sich um ein Denkmal an die bedeutendsten US-Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln. Jeder Kopf der vier US-Präsidenten ist als Porträt in die Bergkette in Stein verewigt und ist jeweils 18mhoch. Gelegen in den Black Hills in South Dakota in den USA, wurde das als „Schrein der Demokratie“ bezeichnete Denkmal im Jahr 1941 fertiggestellt. Ein Besuch der eindrucksvollen Felsenporträts gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Aufenthalts im Westen der USA, doch für die Lakota-Indianer steht das Monument für eine Entweihung ihrer heiligen Berge, der Black Hills.

 

Hier waren erstaunlicherweise nicht so viele Touristen, es war sehr angenehm, sich in aller Ruhe um zu sehen und Fotos zu machen. Es kostete keinen Eintritt, lediglich eine Parkgebür von 10$ (witzig, denn ohne Auto kommt man gar nicht hierher).

Als Europäer wird man hier fast erschlagen vom amerikanischen Nationalstolz, Flaggen und Informationen.

 

Danach ging es weiter zum 30km entfernten – wir nennen es mal „Gegendenkmal“, zum Crazy Horse, was aber gerade noch in der Entstehung ist. Hier wird der Häuptling Crazy Horse auf seinem Pferd in eben solcher Form und Größe in den Stein gemeißelt dargestellt. Der Kopf ist schon fertig. Angegliedert ist ein wirklich gut gemachtes Visitor Center, sehr groß, im dem das Leben der Indianer sehr gut dargestellt wird durch Gebrauchsgegenstände, Kleidung, Behausungen, Schmuck und vielen Texten, die sehr beeindruckend waren und z.T. traurig machen und nachdenklich machen. Es geht nochmals daraus hervor, dass man die Ureinwohner um ihr Land gebracht hat.

 

Und wie wir deutlich in den letzten 2 Tagen wieder gesehen haben, das Land ist groß genug für alle (sogar heute noch) und auch wirklich heute immer noch über hunderte von km unbenutzt, warum muss man also anderes bewohntes Land weg nehmen? Eins wird uns immer mehr klar, dadurch dass wir jetzt hier sind, beschäftigen wir uns sehr damit, die Welt ist nicht gerecht, der Stärkere, der Bösartigere, der Brutalere, der ohne jede Empathie nimmt sich was er will. Wir erinnern nochmal daran, der weiße Mann hat auch diese riesige Bisonmenge, die es hier mal gab. ausgerottet, die jetzt mühsam wieder heran gezogen wird.

 

Ein bisschen überzogen war der Eintritt mit 24$ für ein nicht fertiges Monument, aber wir gehen davon aus, dass ein Teil des Betrages vermutlich auch eine Spende war und den Ureinwohnern zugute kommt.

 

Da es noch recht früh war, 16h, und wir noch ein bisschen Lust hatten, beschlossen wir durch die Black Hills über eine kleine Landstraße 79 und dann über die 385, auch mit dem Hintergedanken, uns in Richtung Nebraska aufzumachen, unserem 23. Staat., den wir besuchen. Wir durchfuhren ohne es vorher zu wissen, den kleinen Nationalpark Wind Cave National Park, eine kleine Straße führte durch, außer uns war fast niemand unterwegs. Dann plötzlich ein Schild: Vorsicht vor den Buffalos, nähern Sie sich nicht, sie sind gefährlich“....jaja, dachten wir, solche Schilder haben wir schon so oft gesehen, aber die Bisons dann so gut wie nie. Dann fuhren wir einen Augenblick und auf einmal wackelte die Erde, es hat wirklich so ausgesehen, hunderte von Präriehunden (sehen ein bisschen aus wie Erdmännchen) bewegten sich zu ihrem jeweiligen Erdloch (wie auch immer sie das ohne Verwechslungen machen), die Löcher gingen bis an den Straßenrand heran. Das ging so 5-10 min während unserer Fahrt so weiter und wir achteten gar nicht weiter auf anderes, weil es wirklich lustig aussah, wie sie im Loch verschwanden, direkt wieder raus kamen, weil sie neugierig waren, die Erde zappelte. Und dann legte Thomas auf einmal eine Vollbremsung hin. Ich schaute hoch und sah überall einzelne Buffalos stehen. Große, ausgewachsene Männchen. Da diese etwas anders aussahen, wie die in Kanada, goggleten wir das und erfuhren, dass es 2 Arten gibt, Wald- und Wiesenbisons.

 

Wir fuhren eine halbe Stunde und überall grasten Bisons, mal näher, mal weiter weg, dann verließen wir den National Park und der Spuk war vorbei, aber es war ein schönes Gefühl, das zufällig noch mitgenommen zu haben, wieder mal ein ereignisreicher Tag.

 

Da  hier in South Dakota mal wieder Fire Ban ist und voraussichtlich in Nebraska erlaubt ist und wir heute morgen auch Holz gekauft haben und das Wetter schön ist, es ist gerade 17h (Ortszeit) und noch 24°C, entschlossen wir uns noch heute nach Nebraska zu fahren und dort zu übernachten. Wenn wir Glück haben und dort wirklich kein Fire Ban ist, gibt es heute Abend ein Lagerfeuer mit Würstchen :-)).

 

Während ich das hier gerade schreibe, gab es wieder eine Vollbremsung, der Labtop, Jerry und ich flogen nach vorne, wir stehen schon vor dem Eingangsschild „Nebraska“. Das ging wirklich schnell. Die Staaten im Westen und Mittleren Westen sind gar nicht soo klein wie im Osten und trotzdem geht es schnell, nicht zu vergleichen mit der Größe der Provinzen in Kanada.

 

Was sehen wir, wieder so weit man blicken kann nur unbewohnte Graslandschaft. Jetzt sind es noch 60km bis zu unserem Übernachtungsort. Das ist eine Wildlife Area. In ganz Nebraska darf man hier kostenlos bis zu 3 Tagen bleiben, es gibt keinen Strom und Wasser wie auf Campgrounds, aber die Beschreibung des Ortes klingt sehr gut, ruhig, gute Aussicht. Und vielleicht bleibt es ja so einsam wie es jetzt gerade ist. Wenn es sich wirklich als gut heraus stellt, bleiben wir eine weitere Nacht hier. So langsam ist unser Akku sehr voll von den Eindrücken, Sehenswürdigkeiten, Landschaften, Erlebnissen. Da wäre eine kurze Ruhepause ganz gut.

 

Bezüglich der Klapperschlangen sind wir sehr wachsam, haben auch das eine oder andere Hinweisschild gesehen, was sensibilisieren soll. Sehr schwierig, Jerry nicht einfach loslaufen zu lassen ins Gras. Bisher haben wir keine weitere gesehen, sind aber auch nicht scharf darauf.

der aktuelle Status der Bauarbeiten an der Skulptur von Crazy Horse. in ein paar Jahren schauen, wie es dann aussieht

Bild 1: Foto aus dem Visitor Center

Bild 2 und 3: Zelte der Indianer

Tafeln aus dem Visitor Center: 

Bild 1: "Wir wollen uns nicht streiten über Gott, wie Katholiken und Protestanten es tun. Wir streiten uns manchmal über Dinge auf dieser Erde, aber wir werden uns nie über den "großen Geist" streiten. Wir wollen das nicht lernen.

Bild 2: Das Land in dem wir leben ist das Land, das unsere Väter von Gott erhalten haben an uns und unsere Kinder übergeben haben.Und wir können uns nicht davon trennen. wo ist jetzt das Land, auf dem unsere Kinder liegen sollen später?

Bild 3. Lass ihn einfach bei uns sein, den die Toten sind nicht machtlos, Tod, sagte ich, da ist kein Tod, sondern nur eine Veränderung der Welten

drei von den Hunderten Präriehunden (wieso eigentlich Hunden??)

die Bisons im Wind Cave National Park, hier gibt es keinen Zaun

6.9.2018, Tag 77, 

 

Das Highlight Nebraskas sind Rodeos. Aber das geht ohne uns, da wir nicht verstehen, warum man Tiere für Unterhaltung quälen muss. 

Der Übernachtungsplatz gestern war wirklich schön, einsam, aber in diesem Gebiet darf leider kein Feuer gemacht werden. Also fuhren wir heute doch noch mal weiter Richtung Colorado. Und dann tatsächlich noch weiter Richtung Kansas. Heute war ein Fahrtag. In diesem Staaten gerade gibt es außer Landschaft nicht viel zu sehen oder zu besichtigen. Colorado im Süden werden wir auf dem Rückweg besichtigen.

Einen haben wir noch: unser Hörbuch, was uns die letzten 3 Tage begleitete, Dan Brown Diabolus, haben wir jetzt bis zum Ende gehört. War echt spannend.

ach ja, und unser auto, dass sooooo unglaublich dreckig war, dass man sich auf einen Meter nicht mehr nähern konnte, haben wir heute gewaschen. Ok, es brauchte 2 Durchgänge. Es ist silber...jetzt wieder...

Mehr gibt es heute leider nicht, aber das Land ist echt groß! wir können nicht immer nur von Highlight zu Highlight schweben.

morgen geht es Richtung Route 66, bzw., das, was davon noch übrig ist.

die Fotos geben es leider nicht ganz wieder, dieser Übernachtungsplatz war mitten in der Prärie, abseits der Straßen in Nebraska.

es gibt 50 Staaten, davon haben wir jetzt mit Kansas den 25., den wir gerade besuchen!!

7.9.2018, Tag 78,  83.740 km

wir sind heute östlich auf der Autobahn eine sehr lange Strecke von 830 km gefahren von Woodland, Kansas, wo wir die letzte Nacht verbracht haben nach Tulsa, Oklahoma Wir wollen jetzt noch nicht direkt weiter runter Richtung Mexiko fahren, sondern noch mehr von den USA sehen und machen deshalb ein paar größere „Schleifen“. Allerdings gibt es hier in der Mitte der Staaten auch sehr wenige Highlights, wie Parks oder andere bekannte Dinge, es ist einfach auch sehr dünn besiedelt. Während es am Anfang der fahrt dünn besiedelt war, sind wir jetzt in der Stadt Tulsa angekommen. Und damit sind alle unsere amerikanischen Vorurteile aufgewacht. wir fuhren erstmal seit langer Zeit wieder auf Hochhäuser zu, Straßen sind wieder 5,6-spurig, es ist Freitagabend, alles ist unterwegs. Ein Restaurant am anderen, nur Fastfood. Es gibt Restaurant mit mind. 20  Drive-in Schaltern nebeneinander. Wir müssen uns hier erstmal wieder finden. Der Tag war dazu gedacht, Strecke zu machen, die auch lange durch Regen ging, aber wir haben heute über 800 km geschafft, um wieder in die Nähe zu interessanten Sachen zu kommen. Wie man an den Fotos sieht, haben wir gegen Abend die Route 66 erreicht, dazu aber später mehr.

Gegen Abend haben wir die Route 66 erreicht, die Bilder sind während der Fahrt geschossen, deswegen nicht so gut. Morgen werden wir uns dieser Straße mehr widmen.

8.9.2018, Tag 79,  km 84.059

Den halben Tag beschäftigten wir uns damit, die zerrissene Route 66 zu finden und zu fahren.

Denn sie gibt es so eigentlich gar nicht mehr. Einige Staaten haben kleine Abschnitte rekonstruiert, aber oft nicht im Original wie früher. Wir befuhren die Route 66, das Original in Teilstücken, während die Hinweisschilder oft auf ganz anderen Straßen standen. Was wir aber erstaunlich finden, wir haben richtig viele Motorradfahrer und PKW Fahrer gesehen, die gerne die Route 66 fahren wollen, die suchen, wo sie ist, es wird hier gar nicht angenommen von den Einheimischen, die oft gar nicht zu antworten wussten, wo die Route 66 entlang läuft hier.

Einen Sticker, den wir uns besorgen wollten, haben wir vergeblich gesucht, egal wo wir fragten.

Wir sind nicht die Einzigen, die suchen und danach fragen, das Desinteresse ist sehr groß. Und das, obwohl wir durch wirklich abgefrakte Gegenden gefahren sind, die den Tourismus sehr gut gebrauchen könnten. Nochmal, wir haben wirklich 300 km alte Route 66 befahren, was die verfallenen Gebäude belegen und auch die Straßenmarkierungen, aber alles ist tot dort. Und die „neue“ Route 66 sind die ganz normalen Highways, die einfach den Namen bekommen haben. Romantik ade.

Wir werden das eine oder andere Mal noch diese eigentliche Route kreuzen und gegenenfalls noch erweitern oder ergänzen.

Wir haben mehrere Motorradfahrer mit langen Gesichtern gesehen, die genauso enttäuscht waren wie wir.

 

Gegen Nachmittag machten wir uns dann auf durch Arkansas, Richtung Tennessee.

Zum Wetter: es ist 25°C, aber eine sehr sehr hohe Luftfeuchtigkeit, es ist unangenehm, auch das begann ungefähr ab der Mitte der USA.

Die Landschaft wird immer weniger spektakulär. Wir sind jetzt ungefähr in der Mitte von Amerika, auf der östlichen Seite. Es ist sehr flach, es wird deutlich dichter bevölkert, die Städte werden größer, es wird lauter, dreckiger. Aus Drive-In mit 3 Schaltern sind gestern Drive-In mit 5-10 Schaltern geworden und das nicht nur bei McDonalds, sondern auch bei allen anderen Restaurants. Restaurants wie wir sie kennen, gibt es hier eigentlich nicht, alles ist Fast Food. Werbung, Lichtreklame, alles ist hier erschreckend überdimensional. Hoffentlich wird das bei uns nicht irgendwann auch so sein.

Während der westliche Teil bis zur Mitte der USA wirklich sehenswert und interessant war, ist der Mittelteil, den wir jetzt gerade durchfahren, unattraktiv, langweilig und in vielem so, wie wir uns Amerika vorgestellt haben. Die Leute sind viel gleichgültiger, uninteressierter, oberflächlicher. Ihr kennt ja alle Onkel Trump, so in der Art sind viele, mit denen wir hier Kontakt gekommen haben. Was aber auch auffällt, plötzlich herrscht ein hoher Anteil an Mexikanern und Indern.

Das, was wir jetzt gerade machen, den mittleren Teil zu bereisen ist eigentlich nicht unser Ding hier. Wir haben auch ein paar Mal überlegt, den Blinker zu setzen, aber wir haben sind ja hier, um Amerika kennen zu lernen und da gehört für uns auch der nicht so angenehme Teil dazu, sodass wir weiterhin die Schleife durch die inneren Staaten befahren werden,

Schauen wir mal, was der morgige Tag bringt. Übernachten werden wir an einem total verlassenen, abseits gelegenen Rastplatz an der Interstate 40. Hier ist es sogar richtig leise, bis auf ein Grillenkonzert. Im Gegensatz zu unserer letzten Nacht, in der wir direkt an einer Bahnlinie, an der alle 15 min ein Zug vorbei kam, der das durch langes, ohrenbetäubendes Tröten angekündigt habt, da in der Nähe eine Kreuzung war. Das war unsere lauteste Nacht bisher überhaupt.

 

so sehen die meisten Kleinstädte aus, Schilderwald und Fastfoodrestaurant am anderen

9.9.2018. Tag 80, 84.935 km

 

Wir starteten in Arkansas und machten uns weiter auf den Weg Richtung Tennessee und Kentucky. Heute waren es 20°C, dauerhaft bewölkt, wieder eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, aber es hat nicht geregnet. Der Verkehr hat stark zugenommen, das alleine auf den Straßen fahren ist vorbei. Die Straßen sind zwar weitestgehend top, aber kommen relativ tiefe, große Schlaglöcher ab und an. Und zwar eigentlich dort, wo man sie nicht vermutet. Auf der Fahrt heute haben wir ca. 20 Leute gesehen, die ihren Reifen wechseln mussten. Gegen Nachmittag tauchten auf einmal die Baumwollplantagen auf in Tennessee. Das mal selber zu sehen und zu fühlen hat was. Die Blüten fühlen sich an wie Watte, man kann die Fasern sehr stark auseinander ziehen, bis sie ganz dünn werden. 

Wir durchfuhren Memphis und haben uns dazu entschlossen, nicht zu Elvis Grab und Wohnhaus zu fahren, da u.a. der Verkehr rund um Memphis schon die Hölle war und wir einfach momentan keine Lust auf Schlange stehen, in einen Bus verfrachtet zu werden und sich zwischen 1000 Leuten zu quetschen.

Als wir in Memphis waren, setzen wir den Blinker links und fuhren 5 km und kamen noch in den Staat Mississippi, Memphis liegt in beiden Staaten. Wir tankten, machten einen kurzen Hundestop und drehten um und fuhren wieder zurück nach Tennessee (Mississippi besuchen wir noch mal und etwas ausführlicher, wenn wir von Mexiko zurück kommen).

Über den Fluss, dessen Namen wir gerade nicht wissen ;-)) grins, sind wir dreimal rüber gefahren. Ein Riesending, der Fluss.

Heute Abend haben wir glücksstrahlend ein chinesisches Restaurant  (auch die gab es bisher so gut wie nicht) gefunden und sind total happy und rund gegessen und ich musste nicht kochen, hurra!!!

 

Auch auffallend hier im Süden ist im Vergleich zum Westen und der Mitte, dass die Bevölkerung viel durchmischter ist, es gibt hier plötzlich viel mehr dunkelhäutige Menschen (dies soll in keinster Weise beleidigend sein).

 

Als wir gegen Abend uns mal mit den Staaten wieder beschäftigt hatten, stellten wir fest, dass wir schon in 31 von 50 Staaten waren inzwischen (2 von den 31 werden noch ausführlicher besuchen, Colorado und Mississippi, die hatten wir nur kurz "angekratzt"). Auch haben wir uns mit der hiesigen Tierwelt auseinander gesetzt und fest gestellt, dass wir es jetzt nicht mehr nur mit Klapperschlangen zu tun haben (zwischenzeitlich eine 2. gesehen haben, aber die war schon tot)

Seit Arkansas bis runter nach Florida und in allen Südstaaten sind sehr giftige Schwarze Witwen (Spinnen) und Alligatoren hierzu gekommen. Klingt für euch jetzt irgendwie blöd, aber für uns, die wir ja an einsamen Seen und Flüssen oft übernachten, oder den Hund an der langen Leine laufen lassen, ist das hier schon ein großes Thema.

 

Seit 3 oder 4 Tagen sehen wir so gut wie keine Wohnmobile mehr und wir werden extremer betrachtet, fast schon überrascht/ entsetzt, man merkt deutlich, dass wir fern ab der Tourirouten sind. Naja, unser Auto fällt unter den 90% Pickups, die hier sind schon auf. 

 

 

Wahnsinn! Blühende Baumwollplantagen in Hülle und Fülle, total interessant, sowas zu fühlen und zu sehen.

es sind noch nicht alle Knospen geöffnet. Die Erntezeit wird erst ca. in einem Monat sein

ja, wir waren da, aber besucht haben wir ihn nicht, weil wir uns nicht wieder diesem Massentourismus stellen wollten, denn nach unserer Internetrecherche ist heute immer noch ein großer Andrang

Bild 1: 1,5 km bis Elvis

Bild 2: Memphis

Bild 3: oder doch lieber nach Nashville?

was im Norden der USA der Konflikt mit den Indianern war, ist hier unten im Süden der Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten (1862), wer mag, kann die Details lesen

14x2= 28!

Drive-Ins. Auf Bild 2 kann man sehen, wie jemand auf Rollerskates das Essen bringt.

ratet mal, wie der Fluss hier heißt? Wir kommen einfach nicht drauf

10.9.2018, Tag 81, 85.643 km

 

Wir haben gestern in Mayfield, Kentucky übernachtet. In Kentucky fällt auf, dass es hier - endlich- wieder Bäume und Wald gibt und nicht alles auf Kosten von Feldern abgeholzt wurde. Wir fahren heute in Richtung Springfield, Illinois, um nochmals einen Teil der Route 66 zu befahren.

Wir werden nochein paar Mal wieder auf die Route 66 stossen, sie verlief von Chicago bis nach Kalifornien, sodass wir sie das eine oder andere Mal berühren.

 

Zur Zeit ist das Fahren anstrengender, weil der Verkehr hier im mittleren Teil der USA stark zugenommen hat. Die Highways sind nicht mehr so leer.

Wir sind heute noch bis nach Oakwood in Illinois gefahren und haben in einem kleinen, kuscheligen State Park übernachtet an einem See. Morgen geht es durch Indiana nach Ohio, um dann über Michigan dann wieder Richtung westliche Seite (zu dem interessanteren Teil) abzudrehen. Die schönsten Highlights haben wir uns aufgehoben, wie. z.b. Golden Gate, San Francisco, Grand Canyon, Arizona, Nevada, Las Vegas, Yosemite, in Utah den Bryce National Park, Florida, Texas, New Orleans. Ihr seht, wir haben noch einiges auf unserer To-do-Liste, für das wir uns mehr Zeit nehmen wollen.

 

Im Moment ringen wir mit uns, ob wir nicht auch nach Chicago direkt herein fahren, um auf den 344m hohen Wolkenkratzer an der Magnificent Mile zu gehen um Fotos von oben über die Stadt zu machen. Zeit haben wir, dran vorbei kommen wir, aber es ist wieder ein Auftrag, das Auto heil durch die Großstadt zu bringen und irgendwo sicher zu parken. Chicago ist mit 9.5 Mio. Einwohnern die drittgrößte Stadt der USA

 

---Aktuelle Situation Hurrikan Florence--- der Hurrikan Florence, der im Moment noch über dem Ozean ist, wird am Donnerstag voraussichtlich die Ostküste der USA zw. Florida und New Jersey erreichen, die am stärksten betroffenen Gebiete werden wahrscheinlich North und South Carolina und Virginia sein. Wir sind uns dessen bewusst, aber weit genug weg. Wir bewegen uns in die andere Richtung, nach Westen in den nächsten Tagen.

Bild 1: Teil der Route 66

Bild 3: im Hintergrund eine ehemalige, umgebaute Tankstelle der Route 66, heute ein Restaurant, mit Souvenirs der Route

Bild 6: solche Art von Autos fahren hier gelegentlich rum

Bild 1: Jerry kann jetzt lesen

Bild 2: Thomas und Jerry beim Relaxen in Illinois

Was in Tennessee und Kentucky das Baumwollfeld war, sind hier in Illinois überall Sojabohnen und Mais

Bild 2: Thomas ganzer Stolz. Eigentlich wollten wir nie Aufkleber, aber von den Highlights haben wir sie doch

Bild 3: unser 33. Staat, den wir besuchen

Unser Übernachtungsplatz in Illinois, der State Park in Oakwood

Bild 1 und 2. auf vielen Brücken standen Amerikaner und haben Fahnen geschwungen und gewunken, wir vermuten, dass das was mit dem 11. September zu tun hat.

 

11.9.2018, Tag 82,

 

Obwohl wir her und da angehalten haben, uns verschiedenes angeschaut haben und eigentlich recht gemütlich unterwegs waren, haben wir es dennoch bis Michigan geschafft und haben uns kurz vor Chicago eine Übernachtung gesucht auf einem LKW Rastplatz (übrigens wieder direkt an einer Bahnlinie ;-)), um am anderen Tag früh in Chicago zu sein. Unser Vorhaben war ursprünglich, morgens zw 5 und 6 loszufahren, um genügend Zeit in Chicago zu haben und ein bisschen dem Verkehr zu entgehen. Was uns aber nicht gelungen ist, da der Wecker die letzte Zeitverschiebung nicht mitbekommen hat (oder besser gesagt, ich habe vergessen, ihn umzustellen)

 

12.9.2018, Tag 83, 86.839 km 

 

Wie gesagt, zu spät aufgestanden und wir sind erst um 7.30h los gefahren. Wie die Bilder dokumentieren standen wir sehr oft auch im Stau. Wir haben für 20km eine Stunde gebraucht. Wir haben uns vorher über das Internet einen Parkplatz am Lake Michigan gesucht, wo man kostengünstig parken kann. Ein Polizist, der dort mit seinem Auto stand, zeigte uns einen Parkplatz, nicht viel weiter, der kostenfrei war. Er fuhr vor uns, um uns den Weg zu zeigen.

Auch wenn die Straßen sehr voll waren, war es bei weitem nicht so chaotisch wie in New York. Man muss sich das ungefähr so vorstellen: man fährt auf einer 5-7 spurigen Autobahn, Auto an Auto, rechts, links, vorne, hinten und hat 200-300m Zeit von links auf die äußerst rechte Spur zu wechseln, um dann auf den nächsten Highway abzubiegen. Man fährt auf den nächsten Highway ein und das wiederholt sich dann weitere Male so. Aber dieses lief hier in Chicago erheblich arrangierte ab als in New York. New York war ein Kampf, aber hier waren die Leute sehr rücksichtsvoll

Diese Situationen sind wirklich nicht sehr einfach, weil man nur so kurz Zeit hat zum Wechseln. Einmal gelang es uns nicht und wir schafften die Abfahrt nicht, was uns über eine halbe Stunde kostete, wieder in die richtige Richtung zu kommen. Da wir ja mit Hund und vielen Wertsachen unterwegs sind, wollen wir das Auto nicht alleine lassen und somit verlief unsere Planung so, dass ich alleine nach Chicago rein fuhr und Thomas und Jerry alleine beim Auto blieben und den Lake Michigan genossen.

Ich habe mir die App von Uber (die Konkurrenz zu den normalen Taxiunternehmen) runtergeladen, mein Ziel eingegeben, Standort wird den Fahrern automatisch mitgeteilt, ich habe sofort nach Abschicken der Anfrage eine Nachricht bekommen, dass ein Fahrer in 3 min bei uns ist, was unglaublich schnell ist und auch tatsächlich genauso war, die Fahrt kostete 14$ und dauerte ca. 20min. Der John Hancock Tower ist mit 344m nicht das höchste Haus in Chicago, das ist der Willis Tower, aber dafür hätte ich quer durch die ganze Stadt fahren müssen. Beide Hochhäuser haben Besichtigungsplattformen. Ich bat den extrem wortkargen Uberfahrer mich direkt zum Haupteingang des John Hancock Towers zu bringen, bis zum Schluß war ich mir nicht sicher, ob er genau weiß, wo der ist. Er setzte mich wirklich vor dem Gebäude ab, trotzdem war es erstmal nicht direkt ersichtlich, wo der Eingang ist, da unten am Haus nur stand „Cheesecake Factory“, ok, das ist auch gut.

Ich musste wirklich 2 Frauen fragen, wo der Eingang zum Skydeck ist. Dafür muss man erstmal von aussen in das Untergeschoss laufen, ähnlich wie der Zugang zu einer U-Bahn und dann kann man die Ticketschalter schon sehen. Der Andrang war weniger schlimm, als ich befürchtet hatte. Der Eintritt kostete 21$. Dann ging es mit einem der Aufzüge auch schon hoch in das 100. Stockwerk, der Fahrstuhlbediener sagte, die Fahrt dauert 40 sec, bitte das Schlucken nicht vergessen und gute Fahrt, bis nachher.

Und dann gings los, und zwar echt schnell nach oben. Ab den Knien abwärts hatte ich das Gefühl, der Aufzug wackelt so sehr, dass ich die Beine nicht still halten kann. Oben an den Wänden des Aufzugs waren Monitore, die in voller Lautstärke die Geschichte des Towers anpriesen. Eine Frau sagte laut, ich will mal hoffen, diese komischen Geräusche kommen aus dem TV und nicht von diesem Aufzug. Woraufhin ein Mann antwortete, sie könne sich sicher sein, dass das der Aufzug sei und sollte lieber hoffen, dass alles gut ginge.

Ich musste während der Fahrt wirklich mehrmals einen Druckausgleich machen, ähnlich wie beim Start und Landen im Flugzeug.

Und dann war ich 344m hoch über Chicago. Die Bilder sprechen für sich, es war ein tolles Gefühl, das gemacht zu haben. Ich war relativ lange dort oben, da man komplett über alle Seiten fotografieren kann.

Wieder unten suchte ich mir ein Taxi, nein das ist nicht ganz richtig, ich warf mich auf der Straße vor ein Taxi. Dieser Fahrer, ein Pakistani, der seit 26 Jahren in Chicago lebt, war sehr nett und gesprächig, er zeigte mir auch noch die Schilder die den Anfang der historischen Route 66 in der Adam Street belegen. U.a. zeigte mir der Fahrer auch den Trump Tower, ein protziges klobiges Bauwerk, irgendwie passend. Kurz davor fragte ich ihn, wie es ist als Ausländer hier unter der Trumpregierung, als dann das Gebäude kam sagte er, wenn man vom Teufel spricht. Es entwickelte sich ein wirklich sehr interesantes Gespräch. Diese Fahrt kostete mit den Umwegen 33$, war es aber wirklich wert. Gegen Nachmittag kam ich wieder bei unserem Auto an.

Chicago hat mir richtig gut gefallen, ich bin durchgelaufen und gefahren, ich habe mich zu keiner Zeit unsicher gefühlt, diese Stadt wirkt viel aufgeräumter und sauberer als New York, obwohl sie auch riesig groß ist. Wir saßen noch einige Zeit am Lake Michigan und sprachen über unsere eindrücke. Da es noch recht früh war, für uns heißt das, noch hell, machten wir uns auf den Weg Richtung Ohio über Wisconsin. Die Fahrt aus der Stadt heraus dauerte sehr lang, das lag nicht unbedingt nur am Verkehr, sondern einfach auch an der Größe.

Was nicht so toll ist, dass man ständig anhalten muss, um Maut zu bezahlen, teilweise nur 1$, aber insgesamt am Schluss kostete es alleine 25$, um rein und raus zu kommen. Es geht nicht unbedingt um das Geld, aber um das ständige Anhalten und in der Schlange warten, manchmal schon nach wenigen 100m erneut.

Nachdem ich mir dann ein riesiges Tomatenbrot machte, und nach dem langen Tag endlich wieder ein Wohlfühlen im Bauch hatte, sagte Thomas, ich hätte jetzt Lust auf Burger King. Hmmm. Brummel. Auf den jetzt noch vor uns liegenden 150km kamen aber nur Mcdonalds, Wendys, Subway und und und, aber absolut kein Burger King, sodass Thomas doch nicht zu seinem Burger kam, den er wollte, grins.

Wir erreichten den Mississippi, überquerten ihn und waren in Ohio. Und direkt auf der Grenze lag auch der angestrebte Campground. Da es hier richtig cool war, wie ein kleiner Park, wir waren vollkommen alleine, es gab sogar Feuerholz und Schatten, machten wir uns mal wieder ein Lagerfeuer und beschlossen, sollte es hier so ruhig bleiben, morgen und die nächste Nacht auch noch hier zu bleiben um mal ein bisschen Urlaub vom Reisen zu machen. Wir grillten amerikanische Würstchen, die auch für Hotdogs genommen werden, ein bisschen wie Rindswürste aussehen, aber auch wirklich nur gegrillt einigermassen erträglich sind, Würste, wie wir sie in Kanada hatten, gibt es hier nicht. Was freuen wir uns auf die portugiesische Küche und mit Lena so oft essen zu gehen, wie es nur geht.

Was Hörbücher betrifft, haben wir inzwischen unser 4. durch, wir hörten Origin von Dan Brown, was uns nicht so gefiel, etwas abgedreht und langatmig. Wie schön kann es sein, dann wieder entspannt Musik zu hören.

 

Dieser Tag war außergewöhnlich, aufregend und schön. Erst die Einfahrt nach Chicago rein, dann der Tower, dann die kleine Stadtrundfahrt und jetzt das schöne Lagerfeuer, mitten in der Einsamkeit wieder. Ein wirklich wunderbarer Tag.

14.9.2018, Tag 85, 86.839 km

 

Der Übernachtungsplatz war sehr schön, abgelegen, ruhig, so haben wir uns entschlossen, einen weiteren Tag hier zu bleiben. War sehr entspannend, der Tag ging sehr schnell rum. Abends hatten wir nochmal in Lagerfeuer. Morgen geht es dann nochmal Richtung North Dakota, von dort dann auf unsere Route Richtung Westküste.

Nach einem Tag Pause machten wir uns auf Richtung North Dakota, weil wir nach Jamestown wollen, um dort den weltgrößten nachgebauten Buffalo zu besichtigen und uns gleichzeitig wieder weiter Richtung Westen zu begeben, Richtung Pazifik.

Auf dem Weg hupte plötzlich ein Lkw aus Kanada, schaltete die Warnblickanlage ein und blinkte.

Wir dachten erst, der hat unseren Tuk-Aufkleber gesehen und hat deshalb gehupt. Aber wie sich später herausstellte, waren es zwei Deutsche, wir fuhren erstmal weiter und auf dem nächsten Rastplatz, plazierten wir uns so, dass man uns sehen konnte und der Lkw sah uns und fuhr auch raus. Mitten in Amerika, ein total herzliches Hallo. Wir haben uns mindestens eine Stunde dort unterhalten. Hier mal ein sehr positives Beispiel, von jemandem, der erfolgreich vor 4 Jahren ausgewandert ist: In dem sehr langen Gespräch ergab sich, dass er in einem Urlaub in Kanada sah, wie entspannt die Menschen dort leben, ist dann wieder zurück nach Deutschland, hat seine Firma verkauft, den LKW Führerschein gemacht, wieder zurück nach Kanada (dort musste er den Führerschein nochmal machen, weil der deutsche nicht anerkannt wird und fährt jetzt seit 4 Jahren hier LKW. LKW fahren hier ist viel entspannter als in Deutschland, denn Termindruck, wie es bei uns üblich ist, gibt es hier nicht und bis auf Großstädte ist das Fahren mit dem LKW sehr easy, da die Straßen sehr leer sind. Hier ist es übrigens so geregelt, dass er ein reiner Fahrer ist, er hat mit dem Be- und Entladen nicht zu tun. Er fährt nur. Wenn er eine Panne hat, ruft er einfach nur seine Zentrale an und bekommt Hilfe geschickt. Dafür bekommt er wöchentlich ein Gehalt von netto 700-1000 Can$. Auch hier wird die Krankenkasse und Rentenversicherung genauso wie bei uns vom Gehalt abgezogen, Abzüge sind nur 28%, einziger Unterschied, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt es hier nicht. Dafür muss man sich selber Rücklagen bilden. Urlaubstage gibt es hier 20, wobei man zwischendurch in dem Job auch mal freinehmen kann, allerdings dann unbezahlt. Er wirkte auf uns sehr glücklich, zufrieden, ausgeglichen. Er sagte, er hat sein Hobby zum Beruf gemacht, fährt den ganzen Tag durch schöne Landschaften und bekommt dafür auch noch Geld.

Wir können das übrigens auch total nachempfinden, denn auch wir haben hier Tausende von Kilometern absolut stressfrei fahren können durch beeindruckende Landschaften.

Dabei hatte er seine Freundin, die sich ein Sabbatical genommen hat (Bankerin), sie probiert sich hier jetzt aus und überlegt auch ganz nach Kanada zu ziehen.

Thomas sagte, wenn er jetzt noch in der deutschen Tretmühle stecken würde, würde er jetzt auch ins Nachdenken kommen, weil man hier viel entspannter leben und arbeiten kann und dabei zufriedener ist. Es war ein wirklich tolles Gespräch, das zeigte, dass Auswandern auch gut funktionieren kann. Übrigens kostet das gemietete Haus in Winnipeg nur 600 Can$/ Monat. Uns hat das alles sehr beeindruckt, deshalb habe ich es auch hier etwas ausführlicher beschrieben.

Nach ca. 1,5h machten wir uns dann wieder weiter auf den Weg nach Fargo, um die restliche Strecke nach Jamestown am nächsten Morgen zu fahren. Fargo erreichten wir gegen Abend, waren etwas überrascht über die Größe, gönnten uns dann endlich den Burger und hatten einen total ruhigen Abend auf dem sehr großen Walmart-Parkplatz.

so sieht ein Tag Pause aus

 

15.9.2018, Tag 86, 

 Die 200km zu dem Riesenbuffalo verliefen wieder auf einsamen Autobahnen mit Tempomat und wir rollten bei bedecktem, nicht regnerischen Wetter den Highway 94 entlang, schnurgerade, 2-spurig, so gut wie kein Verkehr plus tolle Landschaft. In Jamestown besichtigten wir dann eine kleine nachgebaute Cowboystadt und das Buffalomonument. Es hat uns sehr beeindruckt. Dann machten wir uns wieder weiter auf Richtung der Black Hills in South Dakota und fuhren nochmal 300km den Highway 85 schnurgerade aus. Man hätte das Lenkrad abschrauben und Skat spielen können.

Wir sind wieder in der Einsamkeit, kamen irgendwann durch Buffalo, wo wir das Foto von der alten Gedenktafel gemacht haben, was auch wieder sehr nachdenklich stimmt.

Buffalo liegt ja schon absolut im Nichts. Über unsere App IOverlander fand ich einen Campground, der kostenlos war, den wir ansteuerten. Wir sind von Buffalo, was schon wirklich im Nichts liegt nochmal 30km weiter abseits des eigentlichen Highways gefahren, sind jetzt also irgendwie im Doppelnichts, nur ein paar Hügel, ein paar Coyoten, ein paar Bäume. Und da hier kein Feuerbann herrscht gerade, gibt es wieder ein schönes Lagerfeuer!!

Jerry hat übrigens eine 3fach lange Leine, weil wir hier völlig alleine sind und mal nicht aufpassen müssen. Sondern er auf uns, er liegt die ganze Zeit vor dem Auto, hebt alle paar Minuten den Kopf, schaut in alle Richtungen und lässt den Kopf dann mit einem Seufzen wieder fallen.

Wir haben immer noch kein Heimweh. Was uns wirklich überrascht, da wir jetzt fast 3 Monate unterwegs sind.

 

Von hier geht es dann nochmal kurz durch Nebraska und Colorado (was wir beim ersten Mal nur angekratzt hatten), dann über Utah und Nevada nach Kalifornien. Wir sind sehr überrascht, da wir sehr gemütlich unterwegs sind und auch unterwegs sehr viel anschauen, jetzt schon 39 von 50 Staaten besucht zu haben. Jetzt, wo wir mal ein bisschen Zeit haben und darüber nachdenken, realisieren wir, wie schön die Welt eigentlich ist und das, was man uns in den Medien von USA immer vorgegaukelt hat an gefährlichen Dingen, haben wir bisher nicht wahrgenommen, selbst in den Großstädten nicht. Hoffen wir mal, dass das so bleibt. 

in Jamestown, North Dakota, hier steht der weltgrößte Buffalo. Außerdem gibt es eine kleine rekonstruierte Stadt mit alten Häusern und Mobiliar von früher, wirklich sehr schön gemacht

hier die Häuserfassaden der rekonstruierten Stadt

das Office des Sheriffs mit Gefängniszelle

der Saloon

die Kirche mit großen Ofen zum Heizen und Klavier

ein Besuch in Jamestown, alle Mal wert!

16.9.2018,  Tag 87, 

 

Wir hatten heute einen wunderschönen Tag in dem Campground, ganz alleine. War ein Kurzurlaub vom Reisen. Schön gegrillt und die Seele baumeln lassen

zwei landschaftliche Eindrücke von Colorado

17.9.2018, Tag 88

 

Vormittags war der Tag noch ganz ok, wir fuhren nochmal durch die Black Hills mit seiner beeindruckenden Landschaft. Und auch nochmal durch den kleinen National Park wind Cave Park mit seinen Horden von Präriehunden und den freilebenden Buffalos.

 

Und dann: Glück im Unglück – ja, es hat uns jetzt nach 3 Monaten doch mal erwischt....in den Black Hills in South Dakota ging es ziemlich steil und lange eine Straße bergab, 7 oder 8%. Thomas bremste in Intervallen, da unsere Bremsen immer sehr schnell heiß werden bei Dauerbenutzung. Und auf einmal machte es hinter uns Tatütata, eine amerikanische Polizeisirene. Wir setzten sofort den Blinker und fuhren rechts, sodass uns die Polizistin fast noch rein gefahren wäre.

Von jetzt ab gebe ich einfach mal den Ablauf 1:1 wieder:

Sie hielt rechts neben uns, wir legten unsere Hände nach vorne, sichtbar. Jetzt passierte erstmal 30-40 sek. Gar nichts. Dann stieg die Polizistin aus, kam zur Beifahrerseite und signalisierte uns, das Fenster runter zu lassen. Sie hatte immer einen gewissen Sicherheitsabstand zum Auto und eine Hand an der Schusswaffe. Sie fragte nach den Papieren plus Binder/ KFZ Versicherung für USA.

Sie war eigentlich sehr höflich, aber auch sehr bestimmend. Ich fragte, was wir falsch gemacht haben, sie sagte, wir waren zu schnell. Dann fragte Thomas ob ich aussteigen kann und sie bejahte. Ging 2 Schritte weiter vom Auto weg und ich konnte aussteigen und stand neben mir, sie stand immer so, dass sie uns beide im Blick hatte. Und jetzt wurde es kompliziert. Da sie noch nach dem Binder fragte und wir ihn im hinteren Teil des Auto mit unseren Papieren versteckt hatten und das Auto von außen nicht einsichtig ist, da die Scheiben getönt sind, fragte Thomas ob er den Binder holen kann, was sie bejahte. Er stand auf, ging nach hinten und somit aus ihrem Gesichtsfeld, in diesem Moment wurde sie etwas hektisch, griff nach ihrer Waffe. Ich erklärte ihr schnell, dass er die versteckten Papiere nur von hinten holt. Sie entspannte sich wieder. Nachdem Thomas mit den Papieren wieder nach vorne kam, sollte auch er das Auto verlassen und jetzt standen wir beide rechts vom Polizeiwagen, sie ging zurück und gab ein paar Dinge über Funk durch, uns immer im Blickfeld.Wir konnten hören, was sie durch gab, Thomas komplette Daten und auch die Antwort, dass nichts vor liegt. Jetzt signalisierte sie, dass Thomas sich zu ihr ins Polizeiauto setzen solle. Im Auto war eine Kamera so angebracht, dass sie Thomas komplett im Blick hatte. Thomas fragte, wie viel zu schnell er war. Sie antwortete, er sei 12 Meilen zu schnell gewesen, sie sagte, das ist hier nur eine Verwarnung, es kostet dieses Mal kein Geld und er müsse nicht ins Gefängnis. Von jetzt ab war die Sache auch komplett entspannt. Sie füllten einen Beleg aus, entschuldigte sich noch, dass sie im ausweis, den Wohnort und den Nachnamen im Beleg beim Ausfüllen verwechselt hatte und sagte wörtlich: hier haben Sie ein Souvenir aus South Dakota, genießen Sie den Tag, wir haben heute so schönes Wetter. Dann verließ sie uns, wir atmeten erstmal tief durch, wieder um eine Erfahrung reicher. Hier sind die Polizisten alleine im Auto, und da ja Amerikaner Waffen mit sich führen können, sind sie hier sehr sehr vorsichtig.

Der Rest des Tages verlief nicht so toll, irgendwie sind wir mit dem linken Fuß aufgestanden, wir fühlten uns nicht so, wussten nicht so recht, wie wir fahren sollten, und hatten auch nicht so recht Lust. Die 3-4 Schlafplätze, die wir angelaufen sind, gefielen uns nicht, lag aber auch an unserer heutigen Stimmung. Da es immer später wurde und auch schon zu dämmern begann, retteten wir uns dann nochmal auf einen Walmart Parkplatz und waren beide froh, dass dieser Tag rum ist.

Das war nach 88 der erste Tag, an dem wir keine rechte Lust hatten, und die Leichtigkeit weg war.

Bild 1: sorry, das musste sein, wieder der Präriehund, einfach mal vergrößern und knuddeln

Bild 2: wir wissen momentan selbst noch nicht genau, was das ist

Bild 3: Erklärung zu Bild 1

18.9.2018, Tag 89

 

Also machten wir uns dann auf Richtung Farmington in New Mexico, von hier sind das etwas über 1000 km. In New Mexico ist eine riesiges Reservat der Navarro Indianer unter eigener Verwaltung, außerdem auch der Grand Canyon und einige Wüstengebiete in Arizona. Die ersten 300km bis Denver waren einfach nur fahren, langweilig, aber unser Hörbuch, Meteor, von Dan Brown lenkte uns sehr gut ab.

Wir kamen auch überraschend gut durch Denver durch. Direkt hinter Denver ging es in ein Gebirge, die Rocky Mountains und den Pike National Park, es ist landschaftlich eine absolutes Highlight, geht bis auf 3000m hoch, lange Zeit über einen Gebirgskamm. Wir befuhren lange Zeit den Highway 285, machten dann einen Abstecher bei Jefferson auf die Straße 77, wo wir über 25km durch atemberaubende Landschaft fuhren und an einem einsamen See die Nacht verbrachten auf 2700m Höhe. Hier oben sind es nur ca. 24°C tagsüber während wir auch der Fahrt hierher vor dem Gebirge schon 32°C hatten. Die Nacht war unglaublich kalt. Wir machten für unsere Verhältnisse heute früh den Stop für die Nacht, schon um 16h und genossen den Ausblick. Inzwischen ist hier der Beginn des Herbstes sichtbar, die Blätter sind gelb und bilden einen schönen Kontrast. Überhaupt ist Colorado wirklich sehr schön, wie der Namen sagt, Colarado, angemalt, oder bunt, die Gebirge sind rötlich, gelb und beige, die Farbe der Bäume grün und gelb, wirklich ein beeindruckender Staat, die Landschaft ist zum größten Teil extrem einsam, oft sieht man verlassene Ranches. Es sieht hier aus, als wäre hier Bonanza gedreht worden und man wartet schon fast darauf, dass Little Joe um die Ecke geritten kommt. Einziger Nachteil, hier herrschte leider wieder Fire Ban, der Übernachtungsort wäre perfekt für ein Campfire gewesen.

unser Übernachtungsplatz in beautiful and colourful Colorado an der Straße 77, tagsüber 22°C, nachts rattenkalt, wir mussten sogar noch die 2. Decke raus holen. Lena, DEINE Weihnachtsgeschenke sind geragt gewesen!!

Eindruck beim Durchfahren von Denver, zur Abwechslung mal wirklich wenig Verkehr, aber sind ja auch nur 600.000 Einwohner

Eindrücke vom wunderschönen Colorado

19.9.2018, Tag 90, 89.818 km

 

Gegen 10h machten wir uns dann auf die letzten 500km. Wir befahren weiterhin eine kleine Straße, die sich durch die Berge schlängelt, wirklich wunderschön, aber zu fahren anstrengend, da unser Auto ja leicht überladen ist, Feuerholz, 2 Ersatzreifen und und und, ist das bergauf und bergab fahren in dieser kurvenreichen Region sehr anstrengend.

Eben konnten wir wiederholt sehen, wie zwei Polizeiwagen an der Straße lauerten und sich dann ein Rennen lieferten mit einem Auto, dass wohl zu schnell war. Das wird wohl sicher nicht nur eine Verwarnung werden.

Das Wetter ist nach wie vor schön, blauer Himmel, 24°C, aber wir sind auch noch im Gebirge.

Die Landschaft verändert sich gerade von saftigen Weiden in Wüste, Steppe, die Felsen werden rötlich, der Sand wird rötlich, es wird staubiger.

 

Kurz vor unserem Übernachtungsziel Farmington in New Mexico beschlossen wir in Durango, kurz vor New Mexico beim Walmart noch einen Ölwechsel machen zu lassen und die beiden neuen Reifen, die wir seit Kanada mit uns rum fahren vorne aufziehen zu lassen, da die beiden vorne inzwischen schon stark abgefahren sind. Das ging beides problemlos bei Walmart ohne Wartezeit. 100$ für alles incl. Öl.

 

In Durango spüren das erste Mal wieder Kriminalität, wir haben sehr viele heruntergekommene, herumlungernde Mexikaner wahr genommen. Morgen geht es dann nach New Mexico und Arizona, in das Navajo Nation Reserve und zum Grand Canyon.

 

Wir sind jetzt wieder zurück auf unserer eigentlichen Routen und haben den zusätzlichen Schwenk, den belebteren, den bevölkerteren, an Sehenswürdigkeiten unattraktiveren Teil der USA abgeschlossen und wenden uns jetzt den äußeren Staaten zu, im Süden und im Westen, um dann weiter nach Mexiko zu fahren. Was sich aber auch als sehr interessant dargestellt hat, da wir jetzt Unterschiede feststellen konnten, auf die wir mal tiefer eingehen, wenn wir mal ein paar abschließende Worte zu den USA schreiben. Aber vorab, USA ist nicht gleich USA.

20.9.2018, Tag 91, 90.140 km

 

nachdem wir gestern Abend den Reifen- und Ölwechsel hinter uns gebracht haben, stand heute noch Wäsche waschen an.

Gegen 11h verliessen wir Durango Richtung Grand Canyon (worüber wir auch froh waren, eine sehr hektische, unruhige, ungemütliche Stadt). Nach 50km kamen wir nach Aztec, klein, beschaulich, ruhig, wo wir uns im Visitor Center Informationen, Karten und jede Menge Tipps holten, wir bekamen eine ganze Tüte Unterlagen.

Danach suchten wir den nächsten schattigen Platz, was übrigens wirklich fast unmöglich ist und arbeiteten die neu bekommenden Unterlagen in eine Route um.

Als hilfreich erwies sich auch noch unser kanadischer Freund, der mit einer Route und vielen Tipps uns nach wie vor sehr unterstützt per whatsapp, sodass wir viele von diesen Highlights hier mitnehmen werden können.

Zum besseren Verständnis, entfernungsmäßig 1000x1000km, in diesem Bereich gibt es viele sehr sehenswerte Highlights.

So gegen 14.30h fuhren wir dann endlich los und von hier ab ist jetzt wirklich alles nur noch Wüste, roter Sand, keine Wiesen mehr, Staub, extrem trocken, aber was uns auffällt, im Verhältnis zu dem nördlichen Teil Amerikas, dem saftigen, grünen Teil, wo wir hunderte von Kilometern an Rinderfarmer und -weiden vorbei gefahren sind, ohne Menschen zu sehen, ist das hier bevölkerter, obwohl hier nichts ist, außer Dürre. Hier herrscht mehr Verkehr, alle 500-600m eine herunter gekommene Hütte. Das ist etwas, was wir nicht verstehen, dort, wo es für unser empfinden bewohnbarer ist, ist niemand und hier ist eine erheblich höhere Bevölkerungsdichte, obwohl man hier eigentlich wirklich nicht leben kann, es gibt kein Wasser, es ist heiß, es gibt keinen Schatten. Es ist landschaftlich schön anzuschauen, aber hier mag man nicht leben.

 

Hier ist das Klapperschlangenthema wieder gegenwärtig. Haben aber noch nichts gesehen, außer ab und zu einen Hinweis.

Da wir uns nicht so 100%ig sicher fühlen hier und da man kaum eine Nische findet, in der man „verschwinden“ kann, haben wir beschlossen, gegen Abend einen Campground zu suchen. Der Campground liegt direkt unter dem Red Rock und hat sogar schattige Plätze. Wir stehen nicht auf Wiese, sondern auf rotem Sand, was Jerry sehr freut, da er Löcher buddelt wie ein Weltmeister. Das Auto ist jetzt natürlich innen drin auch rot. Sand überall in jeder Ritze. Ungewöhnlich ist auch, dass wir noch Internet haben, denn sobald man die größeren Städte verlässt, verlässt uns auch das Internet. Wir genossen einen wunderschönen Abend vor dem Auto, es wurde auch nicht so kühl, wie wir zuerst erwartet haben und haben auch angefangen, uns Gedanken über unsere langsam immer näher kommende Rückreise zu machen und beschäftigen uns auch gerade damit, ob wir von Mexiko aus nochmal weiter bis Panama weiterfahren, oder nicht, können das aber gerade einfach nicht entscheiden, wir haben inzwischen schon so viel gesehen, dass wir zur Zeit etwas unschlüssig sind, ob wir Mittelamerika noch mit nehmen, oder ob wir von Mexiko aus nach Hause fahren. Hier spielen so Gedanken wie, „ich habe das Auto jetzt heil 40.000km durch Nordamerika gebracht, soll ich jetzt noch das Risiko eingehen, dass uns doch noch was passiert?“ ein Rolle.

Auch sind wir ein bisschen satt im Aufnehmen von neuen Eindrücken. Und wir basteln auch schon so leicht daran, wenn wir zurück fahren, von wo am Besten, da ja Jerry nicht irgendwo zwischenlanden soll, sondern wir einen Direktflug brauchen, was geht, aber nicht mehr ganz so einfach ist, da Condor ab Oktober nicht mehr fliegt. Eigentlich wollten wir große Flughäfen meiden, aber ich glaube, wir kommen leider nicht drumherum.

 

Ansonsten geht es uns wirklich richtig gut, wir sitzen gerade tagsüber bei zum Glück nur 30°C mitten in der Wüste, abends kühlt es so auf 13-14°C ab, was wir aber als angenehm empfinden.

 

Ich denke, die Bilder, die wir eingestellt haben, sprechen für sich, wie es hier zur Zeit gerade aussieht.

Nein, das ist er noch nicht der Grand Canyon oder das Monument Valley, aber wir sind auf dem Weg... das ist noch in New Mexico, aber Wüste merkt man schon

Bild 1 und 2: direkt unter diesen Felsen schlafen wir heute, die Red Rocks

Bild 3-5: auf dem Weg heute

 

21.9.2018, Tag 92, 90.140 km

 

Wir haben uns kurzfristig entschlossen, einen weiteren Tag hier auf dem Campground zu bleiben, um organisatorischen Sachen zu erledigen, da wir hier Internet haben, Anfragen zu stellen, mal ein bisschen mit Freunden und Familie zu mailen, Kontakt zu haben, das Auto mal wieder zu sortieren, alles an seinen Platz zu bringen und einfach mal ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Und da wir ausnahmsweise mal einen schattigen Platz haben, ist das hier sehr angenehm. Der Ausblick hier ist toll, wir schauen den ganzen Tag auf rote Felsen, was einem das Gefühl vermittelt, man ist im wilden Westen.

Da wir ja beim Autofahren die ganze Zeit Hörbücher hören gerade ist gerade Illuminati, ja schon wieder Dan Brown ;-) und dabei nicht sooo viel reden, nutzen wir diesen Tag auch, um uns mal ganz intensiv abzustimmen, wie wir die Reise empfinden und wie wir weiter wollen. Ein Findungstag sozusagen, an dem wir uns in ruhe mit allem auseinander setzen ohne ständig abgelenkt zu werden vom nächsten landschaftlichen Highlight.

 

An Lena: sollten wir wirklich Anfang Dezember die Rückreise antreten, richte Dich mal darauf ein, dass Du Weihnachten Besuch bekommst!! Wir vermissen Dich und Deine Decken sind abends wirklich sehr kuschelig, wir nutzen sie oft und denken an Dich!!

 

Nachtrag:

 

wir haben es wirklich geschafft, hier den ganzen Tag nur rumzulümmeln. Jetzt, so gegen 17h passierte folgendes: Für Euch wahrscheinlich nicht lustig und irgendwie blöd, aber wir lachen seit 20 min herzlichst (Lachkrampf) und wenn wir das in 2 oder 3 Jahren lesen, werden wir sicher wieder lachen.

Deshalb haben wir uns durch gerungen, es nieder zu schreiben.

Wir saßen gemütlich in unseren Stühlen im Schatten vor unserem Auto und Jerry lag neben uns. Es bewegte sich eigenlich nichts. Wir philosophierten gerade über unsere Möglichkeiten. Und auf einmal hob Jerry den Kopf, wurde starr und begann laut zu bellen.

Wir schauten und konnten wirklich nichts sehen. Es bewegte sich nichts. Außer, dass eine weiße, leere, aufgeblähte Plastiktüte etwa 10m von uns entfernt vom Wind vor sich her getrieben wurde. Susanne versuchte beruhigend auf Jerry einzuwirken, indem sie sagte: da ist nichts, außer einer toten Plastiktüte. Ich guckte erstaut hoch und sagte: Tote Plastiktüte????

Und Susanne wiederholte völlig überzeugt mit großen Augen: ja, eine tote Plastiktüte und begann dabei schon zu lachen. Während sich Jerry langsam wieder beruhigte, sagte sie, naja ich habe doch recht, stell dir vor, die Plastiktüte weht jetzt auf meinen Kopf und ich ersticke, Jerry wollte mich in seiner Weitsicht nur retten. Ich entgegnete: Jawoll, eine tote Plastiktüte.

 

Jetzt mussten wir wirklich herzhaft lachen und das ging so 15-20 min, wenn wir uns nur anschauten, ging es wieder los. Da soll einer sagen, wir wären nicht ausgeglichen, wenn schon ein solcher Blödsinn zu einer lustigen Begebenheit führt.

 

Während Jerry einer 10m entfernten Plastiktüte nachbellte, hat er gestern den Fuchs, der einen Meter von ihm und uns stand überhaupt nicht wahrgenommen. Ebenso nicht die Präriehunde, die 2-3m von uns ständig ihre Bauten nachbuddeln. Naja, wenn wir jetzt schon solchen Blödsinn aufschreiben, seht Ihr, dass es uns doch schon gut gehen muss. Irgendwie haben wir gerade Langeweile...

Auch haben wir festgestellt beim Googlen, wie das Wetter die nächsten 14 Tage wird, und mussten leider feststellen, dass wir in 2-3 Tagen wieder mit 40°C konfrontiert werden. Und das in einer Gegend, wo Bäume und Schatten echte Mangelware sind.

 

Wie man sieht, haben wir ja unser Kassenbuch mal aktualisiert und wenn man mal das Benzin raus rechnet, war das ja eigentlich ein günstiger Trip, ca. 500 Euro pro Monat für Lebensmittel

 

Wir werfen jetzt mal den Grill an, Susanne schreit juhu, es gibt Lagerfeuer, Würstchen und Baked Potatoes!!!

 

Gegen Abend bekamen wir Besuch von einem deutschen Ehepaar, Bärbel und Herbert, die schon seit vielen Jahren diese Gegend hier immer wieder befahren und jedes Jahr mit einem geliehenen Wohnmobil die Gegend bereisen. So hatten sie sehr viele hilfreiche Tipps, was sich lohnt, anzuschauen. Da wir recht müde waren, beschlossen wir, morgens bei einem Kaffee das nette Gespräch fortzusetzen.

Übernachtungsplatz am Red Rock, hier gab es auch Lagerfeuer und Präriehunde überall. Roter Sand, wir stehen nicht mehr auf Wiese

Der Horseshoe Bend, der Colorado River in einer Schleife, ein echtes Muss. Auch wenn man hierfür 1.5 km oneway bergauf laufen muss bei 35 Grad. Staub und Sand mit inbegriffen

eins unserer größten Highlights, Monument Valley. Es ist wirklich so beeindruckend, wie es die Bilder wieder geben. 

Red Rocks Canyon, wie wir im Text beschrieben haben, hier jagt ein Highlight wirklich das andere

Grand Canyon - wow Erlebnis. Achtet mal auf den Hintergrund, Bäume, grüne Wiese, 18°C, vor ca. 5 km standen wir noch mitten in der Wüste, wo noch nie ein Tropfen Wasser gefallen ist und hier ist alles grün

der unglaubliche Grand Canyon, leider um diese Uhrzeit gegen das Licht, das unbeschreiblich groß, weit, endlos

der Colorado River, leider kommt bei dem Foto die Tiefe nicht rüber

so war es den ganzen Tag, deshalb kann ich nicht mehr schreiben während wir fahren